26.02.2025 12.00Online seit heute, 12.00 UhrAlfred Gusenbauer, Ex-SPÖ-Bundeskanzler und Ex-Aufsichtsratschef im inzwischen insolventen Immobilienkonglomerat Signa, beteuert sein „reines Gewissen“ in der Causa Signa rund um den in U-Haft befindlichen Firmengründer Rene Benko.Bewusstsein für Signa-Ende erst im Herbst 2023„Ich habe nie in meinem Leben eine Bilanz der Signa Holding gesehen“, sagte Gusenbauer im aktuellen „Falter“. Dass es mit Signa zu Ende gehe, sei ihm erst bewusst geworden, als der Massekredit im Herbst 2023 nicht zusammenkam.Auch als der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking im Jahr 2017 bei Signa ausstieg, habe er keinen Verdacht geschöpft, dass irgendetwas nicht stimmt. „Er (Wiedeking, Anm.) hat Kritik geübt, das ist auch richtig. Das Problem war, dass Wiedekings Glaubwürdigkeit bei uns ziemlich gering war“, sagte Gusenbauer.Auch habe der langjährige Berater Benkos weder über Put-Optionen noch Intercompany Loans Bescheid gewusst. Dass er auch monatelang auf sein Beraterhonorar warten musste, wunderte Gusenbauer ebenso wenig. „Die Zahlungsmoral der Signa war immer schlecht“, so der langjährige Berater Benkos.Klage für Gusenbauer „abenteuerlich“Kurz vor dem Jahreswechsel 2025 ergingen Haftungsschreiben des Masseverwalters Norbert Abel an vier ehemalige Vorstandsmitglieder und zwölf Ex-Aufsichtsräte der Signa Prime, darunter Gusenbauer. Grosso modo wirft er ihnen schwere Verfehlungen, Pflichtverletzungen und Insolvenzverschleppung vor. Abel macht sie für einen Schaden in Höhe von mindestens 1 Mrd. Euro verantwortlich. Diese Klage bezeichnete Gusenbauer in dem Interview als „abenteuerlich“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.