Eichstätt, 24.2.2025 (upd). Krankheit und Leid sind tiefgreifende Erfahrungen, die Menschen oft dazu bringen, sich Fragen nach dem Sinn des Lebens oder einer höheren Macht zu stellen. „Not lehrt beten“, heißt es im Volksmund. Tatsächlich ist das rational betrachtet sinnvoll: Forschungsergebnisse legen nahe, dass Spiritualität in Form von Religiosität oder Sinnsuche in existenziellen Krisen eine besondere Kraft bei den Betroffenen entfalten kann. Eine internationale und interdisziplinäre Konferenz befasst sich nun an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) mit der Bedeutung von Spiritualität in Medizin und Pflege.„Wir widmen uns der Herausforderung, Krankheit nicht nur als pathologisches Ereignis zu betrachten“, erklärt Prof. Dr. Janusz Surzykiewicz, Inhaber des Lehrstuhls für Sozial- und Gesundheitspädagogik an der KU. „Krankheit und Leid fordern, bergen jedoch auch das Potenzial für persönliche Entwicklung und tiefere Sinnzusammenhänge.“ Surzykiewicz und sein Lehrstuhl organisieren federführend am 6. und 7. März die Konferenz „Krankheit und Leid als transformative Kraft?“ an der KU in Eichstätt. Kooperationspartner sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Freiburg, der Universität Witten/Herdecke, der Kardinal-Wyszynski-Universität Warschau sowie der Università Cattolica del Sacro Cuore Rom.Während der erste Konferenztag dem Austausch und der Vernetzung von Forschenden verschiedener Fachdisziplinen dient, ist für den zweiten Tag eine öffentliche Fachkonferenz mit Expertenvorträgen und Podiumsdiskussion angesetzt. „Damit richten wir uns gezielt auch an Berufspraktiker aus den Bereichen Medizin, Pflege, Psychotherapie und Seelsorge“, sagt Surzykiewicz. Ziel sei es, konkrete Handlungsempfehlungen für eine forschungsbasierte spirituelle Fürsorge zu entwickeln  und Brücken zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen sowie Theorie, Forschung und Praxis zu bauen.