JAZZ 6_25Wir müssen reden…Von Jürgen SchererFebruar 2025…so schallt es immer wieder durch unser Land. Es stimmt: Wir müssen reden! Fragt sich nur, wer mit wem und warum?Dann schaun mer mal…Zunächst einmal ist klar, dass die PolitikerInnen unter dem Motto „Wir müssen reden“ uns nicht permanent zulabern sollen und uns damit nicht ernst nehmen mit unseren Anliegen.Welche das sind? Da fallen mir einige ein:Frieden statt Kriegstümelei, auskömmliche Existenzbedingungen statt armutsfördernder Politik, ernsthaftes Integrationsbemühen statt Züchtung von Fremdenhass, menschenwürdige Asylpolitik statt martialischer Schuldzuweisungen, engagierte Sozialpolitik statt Austragen der Sozialprobleme auf dem Rücken der Schwächsten, Erziehung zur Mündigkeit statt Inkaufnahme von Benachteiligung durch Nichtstun im Erziehungs- und Bildungsbereich, Infrastruktur erhalten statt Panzer bauen, zur Friedensfähigkeit ertüchtigen statt zur Kriegerei, Wahrhaftigkeit pflegen statt interessengeleiteter Rosstäuscherei!Dieser altbekannte Katalog an Maßnahme für ein auskömmliches Leben in einer auf Frieden und gute Nachbarschaft ausgerichteten Gesellschaft ließe sich sicher noch erweitern. Schnee von gestern, mag manche/r sagen.Weit gefehlt, kann ich da nur antworten, denn im zurückliegenden Wahlkampf wurde genau über die meisten der oben genannten Themen nur am Rande gesprochen. Stattdessen wurde uns weis- gemacht, von der richtigen Migrationspolitik und der weiteren Unterstützung der Ukraine (sinnloses Sterben dortselbst inbegriffen!) hänge Wohl und Wehe unseres Landes ab. Bei allem Diskussionsbedarf darüber ist das nichts als Humbug.Unser Wohl und Wehe hängt davon ab, ob die politisch Handelnden die von uns hart erarbeiteten Steuergelder auch in Zukunft für Kriegsabenteuer aus dem Fenster werfen oder es zu unser aller Wohl in die Bearbeitung der oben aufgeführten wirklichen Anliegen in unserem Land verwenden. Wir müssen wirklich reden, und zwar miteinander (!), werte Gewählte!