Alpenraum vom Klimawandel besonders betroffen

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03.06.2026 11.38Online seit heute, 11.38 UhrDer Klimawandel betrifft den Alpenraum laut aktuellen Daten besonders: Das vergangene Winterhalbjahr war durch eine Kombination aus überdurchschnittlichen Temperaturen und Trockenheit geprägt, wie eine gemeinsame Analyse des Deutschen Wetterdienstes, MeteoSchweiz und Geosphere Austria heute zeigt.Sowohl in Deutschland, der Schweiz als auch in Österreich gehörten die mittleren Schneehöhen zu den fünf niedrigsten seit 1991. In den Nordalpen war es der zweittrockenste Winter seit 1991, in den Südalpen sogar der trockenste.Mit plus 1,1 Grad gegenüber dem Klimamittel 1991-2020 setzte sich der Erwärmungstrend fort. Allerdings war es etwas kühler als im vergangenen Winterhalbjahr (plus 1,6 Grad).Die größten Defizite bei den Niederschlägen zeigten sich von Dezember bis Anfang Februar (bis minus 70 Prozent). In dieser Phase fehlten ergiebige Schneefälle fast vollständig. Von 10. Februar weg fiel bis 24. Februar dann so viel Niederschlag, dass in nahezu allen Alpenregionen des DACH-Raumes eine positive Monatsbilanz zustande kam, wie die Geosphere berichtet.Häufig kam es zu Inversionslagen. Das bedeutet, dass die Temperaturen im Tal niedriger als in der Höhe waren. Ein Indikator dafür waren Tage mit Nebel oder Hochnebel über den Niederungen. Hinzu kommt laut Aussendung der Geosphere, dass sich in solchen Zeiten Schadstoffe in der Luft anreichern können und zu einem erhöhten Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen führen.Beide vergangenen Winterhalbjahre brachten regional eine erhöhte Anzahl an Nebel- oder Hochnebeltagen im Vergleich zu den rund 30 Jahren zuvor. Das Messstationspaar Klagenfurt/Villacher Alpe erreichte in den beiden vergangenen Wintern 27 bzw. 30 solcher Tage. Das vieljährige Mittel liegt bei 17,3 Tagen.