Kaum österreichische Kinder an Österreichs Auslandsschulen

Wait 5 sec.

04.06.2026 08.20Online seit heute, 8.20 UhrAn den acht österreichischen Auslandsschulen kamen im vergangenen Schuljahr nur 77 der insgesamt 3.450 Schülerinnen und Schüler aus Österreich. Das zeigt die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS). Mit rund zwei Prozent sind Kinder und Jugendliche mit österreichischer Staatsbürgerschaft weiterhin klar in der Minderheit. Gleichzeitig wurden 165 Lehrkräfte aus Österreich entsendet.Der Rechnungshof (RH) hatte bereits 2008 in einem Bericht kritisiert, dass es in den österreichischen Auslandsschulen – anders als etwa in jenen Deutschlands oder der Schweiz – bei den Schülern keine Durchmischung gibt. „Im direkten Kontakt mit Kindern aus dem Gastland und aus anderen Ländern könnten internationale Netzwerke entstehen, die einen größeren Nutzen für Österreich ermöglichen könnten“, so die Empfehlung des RH, der generell eine Strategie in puncto Auslandsschulen verlangte.Wiederkehr verwies darauf, dass Österreichs Schulen aus historischen oder wirtschaftspolitischen Gründen entstanden. Andere Staaten wollen damit vor allem eigene Staatsangehörige versorgen.Träger der Auslandsschulen sind je nach Standort Stiftungen, Vereine oder Orden. Österreich entsendet und bezahlt Subventionslehrkräfte, die Lehrerinnen und Lehrer vor Ort werden von den Trägern entlohnt.Im Jahr schließen rund 300 Jugendliche an den Auslandsschulen neben dem landesüblichen Abschluss auch die österreichische Matura ab. Laut Anfragebeantwortung geht danach etwa die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen zum Studium nach Österreich – Tendenz steigend.