Stocker und Sobotka kommen in Pilnacek-Ausschuss

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18.10.2026 08.14Online seit heute, 8.14 UhrDer Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek steuert seinem Höhepunkt zu: Für kommende Woche haben Bundeskanzler Christian Stocker und der ehemalige Nationalratspräsident und Innenminister Wolfgang Sobotka (beide ÖVP) ihr Kommen zugesagt.Nicht als Auskunftspersonen zur Verfügung stehen hingegen Stockers Vorgänger Karl Nehammer sowie Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP). Beide ließen sich entschuldigen. Eine Verlängerung der Befragungen ist daher nicht ausgeschlossen.Stocker ist nicht das erste amtierende Regierungsmitglied, das als Auskunftsperson befragt wird. Vor ihm waren bereits Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) geladen.Für die FPÖ, die den U-Ausschuss verlangt hat, ist aber weniger Stockers Zeit als Kanzler der Republik von Interesse, sondern dessen Zeit als Generalsekretär der Volkspartei. Es geht um mögliche politische Einflussnahme auf die Ermittlungen zum Tod des ehemaligen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek.Austausch zu KorruptionsstrafrechtStockers Befragung ist am Mittwochnachmittag angesetzt. Vor ihm hätte sein Vorgänger als ÖVP- und Regierungschef an der Reihe sein sollen. Nehammer ist nach eigenen Angaben aber an diesem Tag aber terminlich verhindert. Gleiches gilt für Edtstadler.Die ehemalige Kanzleramtsministerin steht auf der blauen Befragungsliste aufgrund sichergestellter Chats mit Pilnacek. Der suspendierte Sektionschef hatte in E-Mails an sie und Stocker geplante Änderungen im Korruptionsstrafrecht durch die grüne Justizministerin Alma Zadic kritisiert.Zugesagt hat hingegen Sobotka, der am Donnerstag als Auskunftsperson erwartet wird. Ihm kommt in der Causa Pilnacek eine Schlüsselrolle zu. Nicht nur hatte der verstorbene Sektionschef auf einem heimlichen Tonbandmitschnitt angebliche Interventionen des ÖVP-Politikers angedeutet. Pilnacek wohnte zeitweise auch in einem Haus mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des Ex-Innenministers. Auch Pilnaceks ehemalige Lebensgefährtin gab im U-Ausschuss an, dass Sobotka sie am Tag des Ablebens ihres Mannes angerufen habe.Auch wieder Polizisten geladenAm Mittwoch sind vor dem Auftritt Stockers noch zwei Befragungen von Exekutivbeamten vorgesehen, die mit der Geisterfahrt Pilnaceks kurz vor dessen Tod unmittelbar zu tun hatten. Hier steht vor allem die Frage im Raum, ob Pilnaceks Verhalten bereits als Suizidversuch eingeordnet wurde.Offen bleibt, ob angesichts der Absagen prominenter ÖVP-Politiker der U-Ausschuss durch die Freiheitlichen verlängert wird oder nicht. Eine Entscheidung dazu hatte Fraktionsführer Christian Hafenecker für den Donnerstag angekündigt.