15.10.2026 15.51Online seit heute, 15.51 UhrDie Regierung hat die maximale Förderquote für den Heizungstausch im Rahmen der Sanierungsoffensive 2027 von 30 auf rund 20 Prozent gesenkt.„Wir haben die Förderungen weiter optimiert aufgrund unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit“, sagte Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) heute in Wien. Mit der Reduktion wolle man angesichts der hohen Nachfrage möglichst viele Förderwerber berücksichtigen.Konkret gelten künftig für den Heizkesseltausch Pauschalbeiträge: Für den Eintausch in Fern-/Nahwärme werden laut Totschnig 4.000 Euro bereitgestellt, für die Wärmepumpe 5.000 Euro und für einen Biomassekessel 6.000 Euro.Die neuen Kriterien gelten bereits für Anträge auf Heizungstausch, die ab 2. November gestellt werden können. Finanziert werden sie noch aus nicht ausgeschöpften Mitteln der Sanierungsoffensive 2026. Bis Jahresende werden nicht abgerufene Fördergelder von rund 20 Mio. Euro erwartet.Bisher mussten sich Interessentinnen und Interessenten vorab registrieren und konnten innerhalb von neun Monaten die Belege einreichen, viele Förderungen wurden dann nicht in Anspruch genommen. Künftig sollen Antragstellung, Genehmigung und Endabrechnung in einem Verfahren gebündelt werden, hieß es.Insgesamt stehen wie bereits seit Sonntag bekannt für die Sanierungsoffensive 2027 mit Start 4. Jänner 500 Mio. Euro an Fördergeld zur Verfügung.„Die Aufstockung ist dringend notwendig, gemessen am Sanierungsbedarf, aber zu wenig ambitioniert. Die Bundesregierung muss die Förderung so ausrichten, dass die Gebäudesanierung und der Kesseltausch dauerhaft Fahrt aufnehmen“, sagte WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.