15.10.2026 15.46Online seit heute, 15.46 UhrNorwegens Staatsfonds soll künftig in große westliche Rüstungskonzerne investieren dürfen, auch wenn diese an der Produktion von Atomwaffen beteiligt sind. Das empfahl heute eine von der Regierung eingesetzte Kommission in Oslo. In der Vergangenheit hatte US-Präsident Donald Trump Norwegen scharf kritisiert.Der Vorschlag könnte zu Investitionen in Höhe von Dutzenden Milliarden Dollar führen, etwa in Konzerne wie Airbus, Boeing und Lockheed Martin. Diese sind bisher aus ethischen Gründen aus dem Portfolio des 2,3 Billionen Dollar schweren weltgrößten Staatsfonds ausgeschlossen.Zivilgesellschaftliche Gruppen kritisierten den Vorschlag. Das Signal sei, dass diese Waffen akzeptabel seien. Das werde Leben gefährden, so die Chefin des norwegischen Roten Kreuzes, Grete Herlofson.Die Kommission schlägt vor, den Bann für Unternehmen aufzuheben, die zu den Atomwaffenstaaten des Atomwaffensperrvertrags gehören und zudem mit Norwegen in der NATO verbündet sind.Die Kommission empfahl zudem, die Rolle des unabhängigen Ethikrates zu schwächen. Kommissionschef Svein Gjedrem begründete das mit der gestiegenen geopolitischen Anfälligkeit des Fonds.Der Vorschlag folgt auf Kritik der US-Regierung unter Trump, nachdem der Fonds seine Anteile am US-Konzern Caterpillar verkauft hatte. Die Regierung dürfte entscheiden.