Türkei: Polizei stürmt oppositionsnahen TV-Sender

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14.10.2026 08.12Online seit heute, 8.12 UhrDie türkische Polizei hat nach Angaben des oppositionsnahen Senders Halk TV die Zentrale des Medienunternehmens gestürmt und dessen Liveübertragung gestoppt.„Polizeirazzia in der Halk-TV-Zentrale“, teilte Halk TV heute Früh im Onlinedienst X mit. „Ein Zwangsverwalter wurde eingesetzt, die Ausstrahlungen wurden eingestellt“, fügte der Sender hinzu.In einem von Halk TV auf X geteilten Video ist Chefredakteur Suat Toktas zu sehen, der mit dem von den türkischen Behörden eingesetzten Verwalter spricht, um ihn davon zu überzeugen, die Livesendung nicht zu stoppen.„Was hier gerade passiert, ist gesetzwidrig“, sagte er. Die Polizei durchsuchte Halk TV zufolge die Räumlichkeiten des Senders und hinderte die in der Früh eintreffenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Betreten des Gebäudes.Die Opposition kritisierte das Vorgehen der Behörden scharf. „Im Morgengrauen in einen Fernsehsender einzudringen und einen Verwalter zu ernennen ist etwas, das nur Diktatoren tun würden“, so der Vorsitzende der Oppositionspartei Yeni Parti, Özgür Özel, auf X. „Leider ist es genau das, was sie mit unserem Land gemacht haben“, fügte Özel hinzu.Die Übernahme von Halk TV durch die Behörden erfolgte zwei Wochen nach der Sperre des Zugangs zur unabhängigen Nachrichtenwebsite T24. Zur Begründung hatten die Behörden auf angebliche „LGBTQ-Propaganda“ der Website verwiesen. Die Abkürzung LGBTQ steht für Lesben, Schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche und queere Menschen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.