15.10.2026 12.10Online seit heute, 12.10 UhrDie Prävention von „nihilistisch motivierter Gewalt und Extremismus“ war heute Thema auf dem siebenten Präventionsgipfel des Innenministeriums. Beleuchtet wurden dabei jene Gewalt- und Extremismusformen, die nicht primär politisch oder religiös motiviert sind, sondern bei denen Gewalt „als Selbstzweck“ dient, wie DSN-Direktorin Sylvia Mayer sagte.Rekrutiert werde bei diesen Gewaltformen im digitalen Raum, wie die Direktorin der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Mayer, ausführte. Als Beispiele brachte sie unterschiedliche Onlinecommunitys, in denen etwa zu selbstverletzendem Verhalten aufgerufen wird, zu Frauenhass und Gewalt und dazu, „Menschen ohne Grund umzubringen“.Mayer berichtete von einer Erhebung, wonach die Täter zu 95 Prozent männlich seien – mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren. Die Opfer seien vorwiegend Kinder: Das Durchschnittsalter sei bei diesem Bericht bei 13 Jahren gelegen, sagte die Direktorin.Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) sagte, Sicherheit beginne mit Prävention. Man sei den Entwicklungen nicht hilflos ausgeliefert.Mayer sagte, es gelte, eine Reihe an Maßnahmen zu ergreifen: Um eine „umfassende Prävention“ zu erreichen, müsse es einen Austausch geben – „sicherheitsbehördlich, wissenschaftlich, pädagogisch“. Ebenso gelte es, Eltern und Lehrpersonal für das Thema zu sensibilisieren. Nötig sei prinzipiell auch die vorausschauende Früherkennung von Gefährdern.„Die Gefahr ist nicht größer, aber viel unübersichtlicher geworden“, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf. Die Problematik liege nicht an der Anzahl der Bedrohungen, „sondern an der Komplexität“. Es gehe um eine „Vermischung von Radikalisierungspfaden“, die „schwer in ideologische Kategorien einzuteilen“ seien.