17.10.2026 11.01Online seit heute, 11.01 UhrDie Abberufung von Kimberly Guilfoyle als US-Botschafterin in Griechenland sorgt weiter für Aufregung in der griechischen Presse. Auslöser sind mehrere Medienrecherchen, die Fragen zur möglichen Vermischung diplomatischer Aufgaben mit privaten Geschäftsinteressen aufwerfen.Im Mittelpunkt stehen mutmaßliche Verbindungen zu griechischen Energie- und Bauunternehmen sowie Berichte über private Flugreisen und Hotelaufenthalte, die der Reeder Nikolaos Tsakos finanziert haben soll.Vorbehalte in Albanien, Rumänien und der UkraineBesondere Aufmerksamkeit gilt Guilfoyles Rolle bei der Förderung amerikanischer Flüssigerdgaslieferungen nach Südosteuropa. Im Zusammenhang mit der griechischen Unternehmensgruppe Aktor wurden Vereinbarungen und Absichtserklärungen mit mehreren Ländern vorangetrieben.Inzwischen gibt es jedoch offene Fragen zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit einzelner Projekte. Unternehmen und Behörden in Albanien, der Ukraine und Rumänien haben Vorbehalte geäußert oder Gespräche ausgesetzt beziehungsweise beendet.Griechische Opposition fordert AufklärungAuch in der griechischen Politik wächst der Druck. Die größte Oppositionspartei fordert Aufklärung darüber, ob die US-Botschafterin ihr Amt zur Förderung privater wirtschaftlicher Interessen genutzt hat. Zudem verlangt sie mehr Transparenz bei Energie- und Verteidigungsabkommen.Der Fall wirft nicht nur Fragen zur politischen Verantwortung einer Diplomatin auf, sondern könnte auch Auswirkungen auf die amerikanische Energiepolitik in Südosteuropa und die geplante Rolle Griechenlands als Drehscheibe für US-Erdgas haben.Die 57-Jährige musste nach Berichten über die mutmaßliche Käuflichkeit ihres politischen Einflusses Anfang der Woche ihren Posten räumen. Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor Nachrichten veröffentlicht, die belegen sollen, dass Guilfoyle den Trump-Spender Eric Deters um eine Überweisung in Höhe von 100.000 Dollar gebeten habe. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.