17.10.2026 15.17Online seit heute, 15.17 UhrDie Europäische Kommission (EU) hat heute in Brüssel eine neue Strategie zur Bekämpfung des Menschenhandels vorgelegt. In den Jahren 2023 und 2024 wurden in der Union mehr als 20.000 Opfer registriert, um 16,1 Prozent mehr als zuvor, teilte die EU-Kommission in einer Aussendung mit.„Menschen dürfen nicht wie Ware verkauft werden“, erklärte der zuständige EU-Innenkommissar und ehemalige österreichische Finanzminister, Magnus Brunner.Die Strategie setze auf engere internationale Zusammenarbeit, ein stärkeres Europol-Mandat, den Einsatz moderner Technologien und die konsequente Umsetzung der überarbeiteten Richtlinie gegen Menschenhandel.Viele der Opfer werden sexuell ausgebeutet, zur Arbeit, zu Straftaten, zum Betteln gezwungen oder zwangsverheiratet. Einen besonders großen Teil machen mit 63 Prozent der Betroffenen Frauen und Mädchen aus. Sie werden großteils zur sexuellen Ausbeutung gezwungen. Männer sind mit 74 Prozent besonders bei der Ausbeutung der Arbeitskraft betroffen. 36 Prozent der Opfer sind EU-Bürgerinnen und -Bürger, 64 Prozent kommen aus Drittstaaten, wie es in der Aussendung hieß. Die Statistik erfasst nur identifizierte Opfer, viele bleiben unentdeckt. Die Dunkelziffer ist hoch.