Energieagentur warnt vor anhaltender Dieselknappheit

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14.10.2026 11.18Online seit heute, 11.18 UhrVerbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen müssen sich auf eine anhaltende Dieselknappheit bis weit ins kommende Jahr hinein einstellen. Davor warnt die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht.Die Lage an den Dieselmärkten sei extrem angespannt. Grund dafür sei, dass die Lagerbestände vor dem Winter ungewöhnlich stark abgebaut worden seien. Zugleich bleibe die Produktion eingeschränkt.Die Gewinnspannen der Raffinerien für Diesel waren infolgedessen im September auf einen Rekordwert von fast 95 Dollar (84,91 Euro) pro Barrel gestiegen.Angriffe auf ProduktionsanlagenAuslöser für die Verknappung sind Produktionsausfälle infolge von Angriffen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Allein im September seien die Dieselausfuhren aus dem Nahen Osten und Russland um zusammen 1,3 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen, teilte die Agentur mit.Um die Preise zu dämpfen, koordinieren die IEA-Mitgliedsländer derzeit die Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl und Diesel aus ihren strategischen Reserven.Warnung vor wirtschaftlichen FolgenDie IEA warnte vor weitreichenden wirtschaftlichen Folgen. Die Rekordpreise für Diesel trieben bereits die Kosten für Waren in die Höhe, belasteten die Realeinkommen und die Konjunktur.Zwar erwartet die IEA eine Erholung der weltweiten Raffinerieproduktion gegen Ende des Jahres. Das werde jedoch nicht ausreichen, um das in diesem Jahr entstandene Defizit auszugleichen, hieß es. Für 2027 rechnet die IEA mit einem Anstieg des weltweiten Ölangebots, der den Markt wieder in einen Überschuss kippen lassen könnte.