Spitzbergen: Bericht über klimabedingte Trinkwasserkrise

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19.10.2026 12.31Online seit heute, 12.31 UhrDie von Norwegen verwaltete Inselgruppe Spitzbergen zählt zu den am stärksten von der Klimakrise betroffenen Regionen der Erde. Grund ist die im Vergleich zum weltweiten Schnitt deutlich schnellere Permafrostschmelze: Diese wirkt sich nun auch auf die Versorgung mit Trinkwasser aus.Konkret wurde die Bevölkerung der größten Ortschaft der Inselgruppe, Longyearbyen, laut Medienberichten von heute aufgerufen, wegen einer starken Belastung mit Schwermetallen kein Leitungswasser mehr zu trinken. Die Verschmutzung sei direkt auf das Auftauen des Permafrostbodens zurückführen, so der britische „Guardian“ unter Berufung auf wissenschaftliche Erkenntnisse.Getty Images/iStockphoto/Adrian WojcikDie Schwermetallbelastung stehe im Zusammenhang mit dem Auftauen des Permafrosts und der Geologie der ehemaligen Bergbaustadt. Die Kombination aus dem auftauenden Permafrost und dem Schiefergestein, das ein Mineral namens Pyrit enthält, führe zur Verunreinigung der Wasserversorgung, zitierte die Zeitung die Professorin für arktische Geologie an der Uni Svalbard (Spitzbergen), Marjolaine Verret.Laut „Guardian“ wurden in Longyearbyen bereits im Vorjahr deutlich erhöhte Manganwerte im Leitungswasser nachgewiesen. Nun habe die Stadtverwaltung vorübergehend Notfallmaßnahmen für die rund 2.600 Einwohner und Einwohnerinnen ergriffen, darunter die Aufstellung eines zentralen Tanks mit kostenlosem, von der örtlichen Brauerei gereinigtem Wasser.