Berlin: Rot-Grün-Rot für Vergesellschaftungsgesetz

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17.10.2026 22.28Online seit heute, 22.28 UhrEinen Monat nach der Berlin-Wahl haben Linke, Grüne und SPD ihre Sondierungsgespräche erfolgreich abgeschlossen. Wie die Spitzenvertreter der drei Parteien heute in der deutschen Hauptstadt mitteilten, wollen sie in Koalitionsverhandlungen einsteigen. In einem gemeinsamen Sondierungspapier einigten sie sich unter anderem auf eine Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen mit mehr als 10.000 Wohnungen.Ein entsprechendes Vergesellschaftungsgesetz soll dem Abgeordnetenhaus Mitte 2028 vorgelegt werden. „Damit wird Berlin circa 160.000 Wohnungen der Marktlogik entziehen“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin und mögliche künftige Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp heute bei der Vorstellung der Sondierungsergebnisse. Es gebe in Berlin eine „Mietenkrise“.Reuters/Lisi NiesnerLinke, Grüne und SPD einigten sich laut Eralp auch auf ein „sehr ambitioniertes Neubauprogramm“ für Wohnungen und einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen. Günstigere Mieten und mehr bezahlbare Wohnungen seien aktuell „die soziale Frage“ in der Stadt, dagte sie bei einem gemeinsamen Auftritt mit Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf und SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach.Die Linke hatte die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September deutlich gewonnen, am Donnerstag vergangener Woche einigte sich die Partei auf Sondierungen mit SPD und Grünen.Überschattet wurden diese zwischen den drei Parteien von Anfang an von Antisemitismusvorwürfen gegen einzelne Linken-Mitglieder. Dabei ging es unter anderem um die Neuköllner Abgeordnete Vanessa Emde. Nachdem diese am Dienstag in die Fraktion aufgenommen wurde, setzen Grüne und SPD die Sondierungsgespräche vorübergehend aus.Am Freitag distanzierte sich die Linke-Führung von Emde, nachdem die Abgeordnete ein neues Video veröffentlicht hatte. Darin stellte sie zum wiederholten Mal das Existenzrecht Israels in Frage. Wie mit der Linken-Personalie weiter umgegangen wird, soll bei einer Vorstandssitzung der Linksfraktion am Dienstag entschieden werden.