16.10.2026 23.07Online seit heute, 23.07 UhrDie Abholzung im brasilianischen Amazonas-Gebiet ist auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahrzehnten gesunken. Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden 3.335 Quadratkilometer Wald gerodet, wie aus heute veröffentlichten offiziellen Statistiken hervorgeht.Das stellt einen Rückgang von fast 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar und ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1988.„Das ist ein absolut astronomischer Rückgang, es ist wie ein Traum“, sagte Umweltminister Joao Paulo Capobianco in der Hauptstadt Brasilia vor Journalistinnen und Journalisten. Auch der Präsident Luiz Inacio Lula da Silva begrüßte die Entwicklung und schrieb nach Veröffentlichung der Zahlen im Onlinedienst X: „Unser Ziel ist es, bis 2030 die illegale Abholzung auf null zu senken.“Lula hat sich den Schutz des Amazonas-Gebiets auf die Fahnen geschrieben und strebt im Oktober seine Wiederwahl an. Unter seinem Vorgänger Jair Bolsonaro hatte die Abholzung im Amazonas-Gebiet stark zugenommen und 2022 mit 12.500 Quadratkilometern einen Höchststand erreicht. Dessen Sohn Flavio Bolsonaro kandidiert bei der Präsidentschaftswahl gegen Lula.Lula war bei der ersten Wahlrunde hinter Bolsonaro gelandet. Bolsonaro holte 47 Prozent der Stimmen, Lula kam auf 45 Prozent. In den letzten Umfragen vor der Wahl hatte der für eine vierte Amtszeit kandidierende Lula noch knapp vor Bolsonaro gelegen. Auch in der Stichwahl am 25. Oktober wird ein knappes Rennen erwartet.