Wintervorbereitung: Selenskyj kritisiert Klitschko

Wait 5 sec.

13.10.2026 20.33Online seit heute, 20.33 UhrAngesichts anhaltender russischer Angriffe auf Kiew ist ein offener Streit zwischen Bürgermeister Witali Klitschko und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über die Vorbereitungen auf den Winter ausgebrochen.Der Staatschef warf der Verwaltung der Hauptstadt heute vor, bei der Vorsorge gegen weitere Angriffe auf die Energieversorgung hinter anderen Regionen zurückzubleiben. Klitschko wies die Vorwürfe als „unbegründet“ zurück.Nach Beratungen über die Wintervorsorge erklärte Selenskyj: „Mitte Oktober ist die Umsetzung der Notfallpläne praktisch im ganzen Land weiter fortgeschritten als in Kiew – sogar in den Grenz- und Frontregionen.“Die Bewohner und Bewohnerinnen der Hauptstadt bekämen das zu spüren, „wenn schon einzelne Treffer von Schahed-Drohnen in weiten Teilen Kiews Strom- und Wasserausfälle verursachen“, fügte Selenskyj mit Blick auf die von Russland verwendeten Drohnen an.Die Präsidialverwaltung versuche, die kommunale Selbstverwaltung zu „zerstören“ und ihn als Bürgermeister abzusetzen, kritisierte Klitschko Selenskyjs Vorgangsweise auf Telegram. „Die Menschen haben mich gewählt, und ich arbeite unter äußerst schwierigen Bedingungen, tue alles, um das Vertrauen der Kiewer zu rechtfertigen – damit die Stadt trotz der ständigen verheerenden Angriffe des Feindes funktionieren kann“, schrieb der frühere Boxweltmeister.Kiew ist seit Wochen Ziel verstärkter russischer Drohnen- und Raketenangriffe. Immer wieder sorgten Angriffe auf die Energieversorgung für teils umfangreiche Strom- und Wasserausfälle. Dazu kamen Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur wie Brücken. Zeitweise war in Kiew auch die U-Bahn lahmgelegt.Klitschko sagte in der vergangenen Woche der Nachrichtenagentur AFP, die Hauptstadt befinde sich im „Überlebensmodus“. Die Angriffe erschwerten den Aufbau einer Notversorgung mit Wärme und das Anlegen von Vorräten an Treibstoff, Lebensmitteln und Wasser. „So gut wir uns auch vorbereiten: Wenn die Luftabwehr nicht funktioniert, könnte uns eine schlimme Lage bevorstehen“, warnte er. „Sündenböcke zu suchen verschafft den Menschen keine zusätzliche Wärme.“ Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.