Nach Krawallen: Mehr Soldaten für Mailands Straßen geplant

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20.10.2026 06.44Online seit heute, 6.44 UhrNach schweren Ausschreitungen in Mailand am Wochenende hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gestern nach einer Krisensitzung ein Dekret mit Sofortmaßnahmen angekündigt, das bereits heute von ihrem Kabinett gebilligt werden soll. Vorgesehen ist dabei auch ein verstärkter Einsatz von Soldaten mit polizeilichen Befugnissen. Laut Medienberichten will die Regierung im Rahmen der Operation Strade sicure (Sichere Straßen) 500 zusätzliche Soldaten nach Mailand schicken.Zudem will die Regierung die Möglichkeiten für vorbeugenden Polizeigewahrsam bei Minderjährigen ausweiten. Auch nachträgliche Festnahmen sollen erleichtert werden. Über das Maßnahmenpaket gab es nach Angaben vom öffentlich-rechtlichen Sender Rai auch Gespräche zwischen Regierung und Staatspräsidentschaft über mögliche verfassungsrechtliche Bedenken.Staatspräsident Sergio Mattarella verurteilte die Krawalle und Plünderungen in Mailand und weiteren italienischen Stadten. „Jede Gewalt ist inakzeptabel“, zitierten Medien den 85-Jährigen Staatschef, der gleichzeitig einforderte, „um Gewalt durch neue, bisher unbekannte Akteure einzudämmen“.Am Wochenende waren in Mailand zahlreiche Geschäfte geplündert und öffentliche Einrichtungen beschädigt worden. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Auch in Turin, Bologna und Bergamo kam es zu Ausschreitungen.