Hitze in Ungarn: AKW bleibt vorerst am Netz

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03.08.2026 19.13Online seit heute, 19.13 UhrDie extreme Hitzewelle und das Rekordniedrigwasser der Donau führen in Ungarn zur Energiekrise, zu schweren Schäden in der Landwirtschaft und zu einem nahezu völligen Erliegen des Schiffsverkehrs auf der Donau.Das ungarische Atomkraftwerk Paks, das normalerweise 30 Prozent des Strombedarfs des Landes produziert und in Spitzenzeiten auch deutlich mehr, muss nun aber doch nicht wegen Kühlwassermangels abgeschaltet werden – zumindest vorerst, so Ungarns Premier Peter Magyar.Der Regierungschef erklärte heute, es sei den Ingenieuren gelungen, die für den Betrieb einer Turbine erforderliche Kühlwassermenge zu reduzieren. Am Vortag hatte Magyar angekündigt, dass das gesamte AKW erstmals seit 44 Jahren abgeschaltet werden würde. Auch am Montag hatte es ursprünglich noch danach ausgeschaut.Keine Produktion auf NormalniveauPaks produziert aber nicht auf Normalniveau. Ein Leistungsausfall von 2.000 Megawatt im südungarischen Atomkraftwerk führte bereits zu einer schweren Energiekrise im Land. Kompensiert werden soll dieser Ausfall durch alle verfügbaren ungarischen Reservekraftwerke sowie durch Importe. Der slowakische Premier Robert Fico hatte am Wochenende Soforthilfe mittels Stromlieferungen angeboten.Strenge Vorschriften für EnergieeinsparungDie ungarische Regierung hat zudem laut Verordnung strenge Maßnahmen gegen große Industrieunternehmen angeordnet. Diese können vorübergehend vom Netz genommen werden, wenn sie die geforderte Verbrauchsreduzierung nicht erfüllen. Die Stromversorgung für Haushalte soll nur dann beeinträchtigt werden, wenn alle Optionen ausgeschöpft sind. Einschränkungen gibt es seit Montag beim Schienengüterverkehr, um im kritischen Zeitfenster zwischen 17.00 und 22.00 Uhr Reserven freizumachen.Magyar dankte auf einer Pressekonferenz in Budapest der Bevölkerung und den Unternehmen für ihre freiwillige Senkung des Energieverbrauchs, mittels derer mehrere hundert Megawatt gespart werden konnten. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.