03.08.2026 16.31Online seit heute, 16.31 UhrWegen eines drohenden Stromengpasses haben die Autobauer Dacia und Ford ihre Produktion in Rumänien nach Angaben von Ministerpräsident Ilie Bolojan vorübergehend eingestellt.Die Werke stünden bis zum 19. August still, sagte der Regierungschef heute in Bukarest. Die Unternehmen seien damit einem Aufruf der Regierung gefolgt, den Energieverbrauch freiwillig zu senken.Durch den Produktionsstopp des US-Konzerns Ford und der Renault-Tochter Dacia sei der landesweite Strombedarf heute bereits um 200 Megawatt gesunken. Bolojan fügte hinzu, dass weitere Firmen diesem Beispiel folgten und ihren Verbrauch ebenfalls drosseln würden.Energiekonzern schaltete Atomreaktor abAuslöser der Stromkrise in Rumänien sind eine Hitzewelle und eine anhaltende Dürre, die zu extrem niedrigen Wasserständen vor allem der Donau geführt haben.Infolgedessen musste das Land seine Stromproduktion drastisch drosseln. Unter anderem schaltete der Energiekonzern Nuclearelectrica einen der beiden Reaktoren seines Atomkraftwerks ab, weil nicht mehr genug Wasser für die Kühlung durch die Donau fließt.Appell: „Stromverbrauch reduzieren“Nuclearelectrica produziert sonst rund ein Fünftel des nationalen Stromverbrauchs. Das Land müsse aktuell täglich zwischen 2000 und 2500 Megawatt Strom einführen, erklärte Bolojan.Da die Importkapazitäten begrenzt seien, erneuerte der Ministerpräsident seinen Appell an Unternehmen, private Haushalte und staatliche Institutionen, den Stromverbrauch weiterhin freiwillig zu reduzieren.