14.06.2026 15.27Online seit heute, 15.27 UhrNach den israelischen Angriffen auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Teheran die Gespräche mit den USA über ein Abkommen zum Iran-Krieg in Zweifel gezogen. „Wenn Ihr nicht den Willen oder die Fähigkeit habt, Eure Verpflichtungen einzuhalten, dann ist es sinnlos darüber zu sprechen, diesen Weg weiterzugehen“, erklärte der iranische Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf mit Blick auf die Gespräche mit Washington heute im Onlinedienst X.Der Iran macht ein Abkommen mit den USA von einer umfassenden Waffenruhe auch im Libanon abhängig.Die israelische Armee hatte zuvor Ziele in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen, die als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz gelten. Neue Angriffe zeichneten sich auch im Südlibanon ab. Die israelische Armee habe die Menschen in 29 Orten im Süden dazu aufgerufen, ihre Wohnorte zu verlassen. Zuvor hatte die proiranische Hisbollah-Miliz den Norden Israels mit Sprengstoffdrohnen angegriffen.Eigentlich waren die Verhandlungen schon weit gediehen. Führende Vertreter der USA und Pakistans hatten für heute die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens in Aussicht gestellt, das den mehr als dreimonatigen Iran-Krieg beenden sollte. Teheran wies diese Angaben zurück, schloss aber eine Unterzeichnung in den nächsten Tagen nicht aus. Einem Agenturbericht zufolge flogen katarische Unterhändler bereits nach Teheran.