19.06.2026 06.28Online seit heute, 6.28 UhrUS-Vizepräsident JD Vance hat seine geplante Reise in die Schweiz abgesagt. Dort sollte er mit iranischen Unterhändlern über die Umsetzung des 14-Punkte-Rahmenabkommens sprechen, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses am Donnerstagabend mit.Vance und die US-Delegation seien bereit zur Abreise gewesen, sobald die Pläne für die Gespräche abgeschlossen seien, heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Die Logistik dieser Verhandlungen sei jedoch nie einfach oder vorhersehbar gewesen.Teheran fordert erste Zeichen für UmsetzungEine unmittelbare Reaktion der iranischen Regierung lag zunächst nicht vor. Der Iran hatte sich zu technischen Gesprächen bereit erklärt, nachdem die USA und der Iran mit einem Rahmenabkommen einen brüchigen Waffenstillstand um mindestens 60 Tage verlängert hatten.Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete jedoch bereits gestern, die iranischen Unterhändler müssten von den USA erst Anzeichen für die Umsetzung des Rahmenabkommens sehen, bevor die nächsten Runden der Gespräche beginnen könnten. Es gebe zudem keine Bestätigung, dass die iranische Delegation nach Genf reisen werde.Chamenei billigt Vereinbarung „unter Vorbehalt“Der oberste geistliche und politische Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hatte zuvor das Rahmenabkommen mit den USA nach eigenen Worten nur unter Vorbehalten gebilligt.Chamenei sagte laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA gestern, er sei grundsätzlich anderer Meinung gewesen, habe seine Zustimmung dann aber aus Verantwortung gegenüber der iranischen Nation und seiner Verbündeten erteilt. Der Iran warte jetzt auf die Erfüllung seiner Bedingungen. Künftige persönliche Verhandlungen bedeuteten nicht, dass der Standpunkt des Gegners akzeptiert werde. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.