Als wir Ende März über unsere mit Claude Code entwickelte „Videoquetsche“ berichtet haben, sollte der Artikel vor allem zeigen, wie schnell sich heute individuelle Mac-Anwendungen erstellen lassen. Wenige Wochen später folgte ein weiterer Erfahrungsbericht über die von uns mit KI-Unterstützung entwickelten Alltagshelfer für den Mac.Inzwischen hat die kleine Video-App jedoch ein Eigenleben entwickelt. Zahlreiche Leser haben die Anwendung ausprobiert, Fehler gemeldet und zusätzliche Funktionen angeregt. Die jetzt veröffentlichte Version 1.1 greift mehrere dieser Vorschläge auf und steht erstmals auch als Open-Source-Projekt auf GitHub bereit.Dinky, Permute und die VideoquetscheWer Dateien auf dem Mac komprimieren oder konvertieren möchte, findet bereits zahlreiche Lösungen. Erst vor wenigen Tagen haben wir mit Dinky eine kostenlose Open-Source-Anwendung vorgestellt, die Bilder, Videos und PDF-Dokumente verkleinern kann. Mit Permute 4 steht zudem ein etablierter Medienkonverter bereit, der zahlreiche Dateiformate unterstützt und deutlich umfangreichere Bearbeitungsfunktionen mitbringt.Die Videoquetsche verfolgt einen anderen Ansatz. Statt möglichst viele Funktionen unter einer Oberfläche zu vereinen, konzentriert sich die Anwendung auf einen einzigen Einsatzzweck: Videodateien schnell verkleinern und für die Veröffentlichung im bzw. Weitergabe über das Internet vorbereiten.Unterstützt werden MP4-, MOV-, AVI-, MKV-, WebM-, M4V-, FLV-, WMV-, MPG- und 3GP-Dateien. Die gewünschte Qualität lässt sich über einen Schieberegler festlegen. Zusätzlich können Nutzer die Auflösung reduzieren, Tonspuren entfernen oder Hochkantvideos in ein quadratisches Format mit schwarzem oder weißem Hintergrund überführen.Mehrere Dateien lassen sich nacheinander verarbeiten. Während der Konvertierung informiert eine Fortschrittsanzeige über den aktuellen Status. Die Ausgabedateien werden automatisch neben dem Original gespeichert und mit dem Zusatz „-small“ versehen.Version 1.1 setzt Leserwünsche umMit der neuen Version ergänzt die Anwendung mehrere Funktionen, die direkt auf eure Rückmeldungen zurückgehen. Neu ist die Möglichkeit, Videodateien direkt auf das Dock-Symbol der Anwendung zu ziehen. Die App startet daraufhin automatisch und übernimmt die Dateien ohne weitere Zwischenschritte.Ebenfalls neu ist eine Funktion zum Zusammenführen mehrerer Videos. Über einen zusätzlichen Schalter können mehrere ausgewählte Clips zu einer einzigen Ausgabedatei kombiniert werden. Gerade bei kurzen Bildschirmaufnahmen oder aufeinanderfolgenden Clips spart dies einen zusätzlichen Arbeitsschritt in separaten Schnittprogrammen.Darüber hinaus wurde ein Fehler behoben, der nach abgeschlossenen Konvertierungen gelegentlich den Start eines weiteren Durchlaufs verhinderte.Mit der Veröffentlichung auf GitHub steht der komplette Quellcode nun offen zur Verfügung. Interessierte Nutzer können die Anwendung damit nicht nur kostenlos einsetzen, sondern auch eigene Anpassungen vornehmen oder Verbesserungsvorschläge direkt in das Projekt einbringen.Die Entwicklung der Videoquetsche bestätigt damit eine Beobachtung, die wir bereits in unserem Artikel über mit Claude Code erstellte Mac-Anwendungen beschrieben haben. Kleine Werkzeuge entstehen heute oft zunächst als Lösung für ein sehr konkretes Problem. Mitunter finden sie anschließend aber auch Nutzer, die genau dieselbe Funktion gesucht haben.The post Videoquetsche 1.1: Neue Funktionen für die kostenlose Mac-App first appeared on ifun.de.