21.06.2026 07.53Online seit heute, 7.53 UhrIm Kampf gegen Drogen wetteifern Frankreichs Politiker und Politikerinnen mit Rufen nach Härte und mehr Kontrolle – jetzt aber sollen Regierungsbeamte selbst zum Drogentest.Premierminister Sebastien Lecornu wies die Regierung vor wenigen Tagen in einem überraschenden Rundschreiben, aus dem französische Medien zitieren, zu „unangekündigten und obligatorischen Reihenuntersuchungen in Form von Speicheltests“ an.Wie Lecornu den Ministerien schrieb, sollten „die Mitglieder Ihres Ministeriums sowie die Inhaber von Ämtern, die der Regierung unterstehen“ – also hohe Beamte sowie „das Personal, das einer Sicherheitsüberprüfung unterliegt“ – auf Drogenkonsum getestet werden. „Im Falle positiver Testergebnisse werden Sie die daraus zu ziehenden Konsequenzen, auch in disziplinarischer Hinsicht, prüfen.“„Der Staat kann keine klare Politik gegen den Drogenhandel und dessen gesellschaftliche Folgen verfolgen, ohne sich selbst denselben Anforderungen zu unterwerfen“, zitierte die Zeitung „Le Monde“ aus einer Reaktion der Regierung. Es gehe auch um eine Vorbildfunktion. Insofern gab es am Montag vor drei Wochen bereits einen überraschenden Drogentest im Hotel de Matignon, dem Regierungssitz. Aufatmen danach: Der Premier und seine Mitarbeiter seien clean gewesen, berichtete der Sender TF1.