WM: Japans männliche Fans putzen im Stadion statt zu Hause

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19.06.2026 17.16Online seit heute, 17.16 UhrFür ihre Aufräumaktion im WM-Stadion bekommen Japans männliche Fußballfans aktuell ausgerechnet in der Heimat Gegenwind. Nachdem Anhänger im Anschluss an das Spiel gegen die Niederlande ihren Müll in Plastiktüten eingesammelt hatten, entzündete sich in Japan eine Debatte über die Aufteilung der Hausarbeit, berichtete die britische BBC.Auslöser waren Fotos, auf denen Fans mit Müllsäcken die Tribünen durchkämmten. Einige Nutzerinnen und Nutzer sozialer Netzwerke sahen darin laut BBC eine Doppelmoral: Männer, die in der Öffentlichkeit aufräumen, zu Hause die Last aber ihren Ehefrauen überlassen. Viral ging ein Bild, das einen Mann beim Müllsammeln im Stadion zeigt – und denselben Mann zu Hause auf dem Sofa am Handy, während seine Frau abwäscht.@channelnewsasia Japan fans were seen cleaning up litter in the stands after the Japan-Netherlands World Cup match at Dallas Stadium on Sunday (Jun 14), continuing a tradition that has become synonymous with their supporters at major tournaments. Japan and the Netherlands drew 2-2 in their match. FIFAWorldCup WeAre26 mediacorpFIFAWorldCup2026 WeAreAllFans football♬ original sound - CNA - CNANicht alle Userinnen und User teilen die Kritik. „Was ist daran peinlich?“, zitierte die BBC einen X-Nutzer. „Das ist viel besser als Berichte, in denen es heißt: ‚Japaner lassen im Ausland ihren Müll liegen.‘“Japans Männer bei Hausarbeit auf hinterem PlatzNach Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus dem Jahr 2021 verbringen japanische Frauen täglich ein Vielfaches der Zeit mit unbezahlter Arbeit im Haushalt wie Männer. Unter den hoch entwickelten Ländern zählen japanische Männer damit zu denen mit dem geringsten Anteil an dieser Arbeit.Aufräumaktion hat GeschichteSchon bei Japans WM-Premiere 1998 in Frankreich und bei allen Turnierteilnahmen danach war es zu solchen Szenen gekommen. Diese Verhaltensweise würden Japaner schon in der Schulzeit lernen, hatte der Politik- und Geschichtsprofessor Koichi Nakano nach dem Spiel gegen die Niederlande der Nachrichtenagentur AP gesagt.