NEOS mit Freiwilligenmodell für Präsenzdienst

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16.06.2026 17.59Online seit heute, 17.59 UhrNEOS hat heute ein Modell für eine Reform des Präsenzdienstes vorgestellt. Es orientiert sich stark an skandinavischen Modellen und setzt in erster Linie auf Freiwilligkeit, wie zunächst die „Kronen Zeitung“ online berichtete. Wie Generalsekretär Douglas Hoyos auf APA-Anfrage ausführte, soll das Bundesheer eine gewisse Zahl an Grundwehrdienern definieren, die es brauche.Erst wenn sich hier nicht genug Bewerber fänden, würden weitere Rekruten einberufen. Hier gibt es unterschiedliche Modelle, nach welchen Kriterien diese verpflichteten Personen ausgewählt werden könnten.Vorbild SchwedenSinnvoll erschiene Hoyos das schwedische Modell, wo man die Präsenzdiener nach ihren Qualifikationen aussucht. Eine Stellung soll es nämlich weiterhin für alle jungen Männer geben.Die Dauer des Präsenzdienstes wäre länger als die derzeitigen sechs Monate. In Schweden geht dies laut Hoyos je nach Waffengattung von zwölf Monaten aufwärts. Dazu kämen verpflichtende Übungen.Unterschiedliche VorschlägeDieser Vorschlag ist Teil der Verhandlungen in der Koalition über die Reform von Präsenz- und Zivildienst. Die ÖVP präferiert das von der Expertenkommission vorgeschlagene Modell, das eine Verlängerung des Grundwehrdienst auf acht Monate plus zwei Monate Übungen vorsieht, wobei der Zivildienst ein Jahr dauern würde.Die SPÖ hatte zuletzt als Kompromiss die Idee eingebracht, den Präsenzdienst bei sechs Monaten zu belassen, aber zwei Monate an verpflichtenden Übungen zu ergänzen. Beim Zivildienst würde der neue Modus acht Monate plus ebenfalls zwei Monate Übungen lauten.