17.06.2026 06.18Online seit heute, 6.18 UhrJugendliche in der EU sehen die Auswirkungen von Social Media auf ihre eigene mentale Gesundheit laut einer Umfrage deutlich positiver als ihre Eltern.Knapp die Hälfte (48 Prozent) der befragten 13- bis 18-Jährigen vermutet einen positiven Effekt durch soziale Netzwerke, wie heute aus einer von der EU-Kommission beauftragten Umfrage hervorgeht. Bei den befragten Eltern liegt der Anteil nur bei etwa 21 Prozent.Während die jungen Menschen zu 18 Prozent von negativen Auswirkungen durch ihre Social-Media-Nutzung ausgehen, vermuten etwa 36 Prozent der Eltern solche Effekte. Etwa ein Drittel der Jugendlichen denkt zudem, dass die Nutzung ihre mentale Gesundheit weder positiv noch negativ prägt – bei den Eltern sind es sogar rund 42 Prozent.Gleichzeitig unterschätzen Eltern, wie viel Bildschirmzeit ihre Kinder nach eigenen Angaben haben. Im Schnitt verbringen die Jugendlichen 4,5 Stunden an einem Schultag und 6,1 Stunden an Samstagen oder Sonntagen vor Handys, Tablets oder dem Fernseher. Sie geben damit also jeweils rund eine Stunde mehr Konsum an, als ihre Eltern vermuten.In Österreich ist ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren geplant. Die Politik arbeitet derzeit an einem Gesetzesentwurf, der anschließend mit der EU abgestimmt werden muss.