Staatsanwältin und Bundespolizeidirektor in Pilnacek-Ausschuss

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17.06.2026 07.52Online seit heute, 7.52 UhrIm Untersuchungsausschuss zu möglicher politischer Einflussnahme auf die Ermittlungen in der Causa Christian Pilnacek sind heute die mit dem Fall betraute Eisenstädter Staatsanwältin und Bundespolizeidirektor Michael Takacs geladen.Verfahren zu Todesumständen eingestelltDie Staatsanwaltschaft Eisenstadt hatte am Freitag mitgeteilt, das Verfahren zu den Todesumständen des Ex-Justizsektionschefs eingestellt zu haben.Das Vorhaben wurde durch die Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Wien und das Justizministerium geprüft und genehmigt. Begründet wurde die Einstellung damit, dass es keine maßgebliche Änderung der Beweislage gegeben habe.Das Ergebnis der ursprünglichen Obduktion sei bestätigt worden. Laut diesem ertrank Pilnacek, es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden. Das Verfahren war von der OStA Wien der Staatsanwaltschaft Krems entzogen und an Eisenstadt übertragen worden, um jeglichen Anschein einer Befangenheit zu verhindern.Takacs hatte Kontakt zu VertrauterZwei Auskunftsperson ist Bundespolizeidirektor Michael Takacs. Dieser hatte am Todestag telefonischen Kontakt mit einer Mitbewohnerin Pilnaceks im Haus im niederösterreichischen Rossatz, das der Verstorbene vor seinem Tod verlassen hatte.Die einstige Mitarbeiterin von Ex-Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hatte anfänglich berichtet, der Bundespolizeidirektor habe ihr geraten, Pilnaceks Laptop „verschwinden“ zu lassen. Später nahm sie diese Aussagen zurück.ÖVP kritisiert FPÖ für „Kostenlawine“Gestern hatten einander ÖVP und FPÖ erneut einen Schlagabtausch geliefert. ÖVP-Fraktionschef Andreas Hanger warf den Freiheitlichen vor, mit dem U-Ausschuss eine „Kostenlawine“ zu verursachen. Auf der anderen Seite stehe „kein Erkenntnisgewinn“.Die Kosten für den U-Ausschuss bezifferte Hanger auf bisher 1,5 Millionen Euro, bis Jahresende drohe eine Belastung von 2,6 Millionen Euro.FPÖ: ÖVP hat „Problem mit parlamentarischer Kontrolle“Die FPÖ kritisierte ihrerseits die ÖVP. Auch der – aus Sicht der FPÖ verfassungswidrige – Untersuchungsausschuss zum „Rot-Blauen Machtmissbrauch“ habe mit 1,4 Millionen Euro zu Buche geschlagen.FPÖ-Fraktionsleiter Christian Hafenecker sprach von einem „politischen Racheakt auf Kosten der Steuerzahler“. Der Pilnacek-U-Ausschuss sei hingegen ein demokratiepolitisch notwendiges Gremium, das von allen Parteien außer der ÖVP mitgetragen werde. Die ÖVP habe ein „massives Problem mit parlamentarischer Kontrolle“.