Neue Sanktionen gegen Russlands Kriegswirtschaft

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15.06.2026 15.52Online seit heute, 15.52 UhrDie Außenminister und Außenministerinnen der EU-Staaten haben heute neue Sanktionen gegen Unternehmen und Personen von Russlands Rüstungsindustrie sowie mit Verbindungen zur „Schattenflotte“ beschlossen.Wie der Rat der Mitgliedsstaaten mitteilte, wurden bei einem Treffen der Ressortchefs in Luxemburg zudem Strafmaßnahmen gegen 15 Menschen und eine Organisation beschlossen, die mit dem Tod des Kreml-Gegners Alexej Nawalny 2024 in einem russischen Straflager in Verbindung gebracht werden.Mit den Strafmaßnahmen soll der Druck auf Russland erhöht werden, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Jede Maßnahme schränke Russlands Handlungsspielraum weiter ein. Die westlichen Sanktionen hätten Russland bereits schätzungsweise eine bis 1,3 Billionen Euro gekostet, so Kallas weiter. „Stein für Stein zerstören wir die Grundlagen der russischen Kriegswirtschaft.“Konkret verhängt richten sich die neuen Sanktionen gegen sieben Personen und 21 Organisationen, die Russlands Militär- und Rüstungsindustrie unterstützen oder deren Aktivitäten in Drittstaaten ermöglichen. Das sind etwa Hersteller und Lieferanten von Drohnen und militärischer Ausrüstung für die russischen Streitkräfte.Zehn Menschen und eine Organisation kommen neu wegen Aktivitäten in Russlands Einfluss- und Desinformationskampagnen gegen die EU auf die Sanktionsliste. Auf der Sanktionsliste befindet sich laut AFP auch der von russischen Medien als „Putins Beichtvater“ bezeichnete russisch-orthodoxe Bischof Georgij Schewkunow.Insgesamt umfasst das Sanktionspaket den Angaben zufolge 34 Personen und 47 Organisationen beziehungsweise Unternehmen. Von den betroffenen Akteuren müssen nun in der Europäischen Union vorhandene Vermögenswerte eingefroren werden. Zudem ist es EU-Bürgern sowie Unternehmen untersagt, ihnen Gelder zur Verfügung zu stellen, und gegen die betroffenen Personen wird zusätzlich ein EU-Einreiseverbot verhängt.