Budget: Holzleitner sieht feministische Handschrift

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15.06.2026 18.19Online seit heute, 18.19 UhrFür Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hat das Doppelbudget 2027/28 eine feministische Handschrift. „Wir lassen Frauen gerade in unsicheren Zeiten nicht allein“, sagte sie bei einem Medientermin heute.Die Erhöhung der Mittel um mehr als 60 Prozent sei das Ergebnis harter Verhandlungen, so Holzleitner. Das Geld fließe vor allem in die Beratung von Frauen und Mädchen sowie den Schutz vor Gewalt. Ein neuer Frauenbericht soll bis 2028 umfassende Daten liefern.Im vergangene Woche veröffentlichten Voranschlag für das Doppelbudget sind Mehrausgaben bei Frauen geplant. Im kommenden Jahr stehen 55,3 Millionen Euro zur Verfügung (plus 21,2). 2028 sind es dann 55,4 Millionen Euro. Dieses Budget sei bis 2031 abgesichert, hieß es aus dem Ministerium. Es sei ein historischer Höchststand für das Frauenressort.Beratungsstellen sollen ausgebaut werdenDer größte Teil des Plus geht mit über zehn Millionen Euro an die Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Geplant ist ein Ausbau in Richtung Servicestellen für alle Frauen, sagte Holzleitner. Mindestöffnungszeiten sollen für mehr Verfügbarkeit sorgen.Zudem werde eine Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit anderen Stellen wie dem Arbeitsmarktservice (AMS) kommen. Die Ministerin betonte auch ihr Anliegen für Barrierefreiheit, etwa Angebote für Frauen mit Behinderung und ältere Frauen.Rund neun Millionen Euro fließen zukünftig an Gleichbehandlungsanwaltschaft und Gleichbehandlungskommission. Zusätzlich gibt es 1,75 Millionen Euro für die Gewaltschutzzentren. Die Mittel für Gewaltambulanzen sollen besser ausgeschöpft, Standorte auch in Westösterreich eröffnet werden. 150.000 Euro aus dem Frauenbudget bekommt das Projekt StOP – Stadtteile ohne Partnergewalt.Grüne: „Schönfärberei und ungerecht“Trotz der angekündigten Rekordmittel müssten Frauen einen erheblichen Teil der Budgetsanierung zahlen, kritisierte die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, via Aussendung. „Das ist kein frauenpolitischer Fortschritt, sondern Schönfärberei und schlichtweg ungerecht“, so Disoski. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.