Vollständige Backups nur mit iCloud: Europa geht gegen Apple vor

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Apple steht erneut im Fokus der europäischen Wettbewerbshüter. Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat ein Verfahren eingeleitet, das klären soll, ob Apple die Vorgaben der europäischen Digitalgesetze bei der Anbindung alternativer Cloud-Dienste an iPhone und iPad einhält.Die Dateien-App lässt bereits alternative Anbieter zuKonkret geht es um die Frage, ob konkurrierende Anbieter von Cloud-Speichern unter denselben Bedingungen auf Funktionen von iOS und iPadOS zugreifen können wie Apples eigener Dienst iCloud. Das Gesetz über digitale Märkte (DMA) verpflichtet sogenannte Gatekeeper dazu, Dritten einen gleichwertigen Zugang zu zentralen Hardware- und Softwarefunktionen zu gewähren.Die italienischen Behörden sehen Hinweise darauf, dass dies bislang nicht vollständig der Fall sein könnte. Im Mittelpunkt steht dabei die Datensicherung von iPhones und iPads. Nach Auffassung der Behörde können alternative Cloud-Anbieter derzeit nicht auf jene Systemfunktionen zugreifen, die für vollständige Gerätesicherungen genutzt werden. Diese Möglichkeiten stellt Apple bislang nur per iCloud zur Verfügung.Streitpunkt: Vollständige Backups nur mit iCloud?Für Nutzer hätte ein solcher Unterschied praktische Auswirkungen. Während viele Cloud-Dienste Dokumente, Fotos oder einzelne App-Daten speichern können, ermöglicht iCloud die umfassende Sicherung eines gesamten Geräts. Dazu zählen Einstellungen, Anwendungsdaten und weitere Systeminformationen, die bei einem Gerätewechsel oder einer Wiederherstellung automatisch zurückgespielt werden können.Vollständige Backups lassen sich bislang nur in Apples iCloud sichernSollte sich der Verdacht bestätigen, könnte Apple Wettbewerbern einen wichtigen Funktionsbereich vorenthalten. Alternative Anbieter wären dann nicht in der Lage, einen vollständig vergleichbaren Dienst anzubieten.Die Diskussion knüpft an eine länger laufende Debatte über die Rolle von iCloud innerhalb des Apple-Ökosystems an. Bereits die Dateien-App von iOS wurde in den vergangenen Jahren schrittweise für externe Speicherdienste geöffnet, sodass Nutzer auch auf Dropbox, OneDrive oder andere Anbieter zugreifen können.EU-Digitalgesetze erhöhen Druck auf AppleDas Verfahren ist zugleich ein weiterer Baustein bei der Umsetzung des DMA. Schon 2021 hatte sich abgezeichnet, dass das europäische Regelwerk tief in die Geschäftsmodelle großer Plattformbetreiber eingreifen würde. Später wurde Apple offiziell als sogenannter Gatekeeper eingestuft und zur Umsetzung umfangreicher Interoperabilitätsvorgaben verpflichtet.Die italienische Behörde handelt dabei in enger Abstimmung mit der Europäischen Kommission. Sie sammelt zunächst Erkenntnisse und stellt diese anschließend der Kommission zur Verfügung. Diese bleibt die zentrale Durchsetzungsbehörde für den DMA.Für Apple ist die Untersuchung deshalb relevant, weil sie einen Bereich betrifft, der bislang eng mit iCloud verknüpft ist. Ob alternative Cloud-Anbieter künftig denselben Zugriff auf Backup-Funktionen erhalten müssen wie Apples eigener Dienst, dürfte nun Gegenstand der weiteren Prüfung werden.The post Vollständige Backups nur mit iCloud: Europa geht gegen Apple vor first appeared on iphone-ticker.de.