16.06.2026 08.32Online seit heute, 8.32 UhrIn China werden weniger Autos verkauft. Laut jüngsten Daten des chinesischen Verbands für Personenkraftwagen (CPCA) wurden im Mai nur noch rund 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft, ein Minus von 22 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat. Zwischen Jänner und Mai sanken die Verkäufe zudem um fast 20 Prozent gemessen am Wert des Vorjahreszeitraums.Bisher galt China als Markt mit Wachstumsaussichten. Die Annahme fußte auch darauf, dass die Mittelschicht und damit die Zahl kaufkräftiger Kundschaft mit einem potenziellen Autowunsch wächst.Weniger Förderungen, schwache Kaufkraft„Die Gründe (für den Rückgang, Anm.) sind klar“, sagt CPCA-Generalsekretär Cui Dongshu. Aus seiner Sicht belastet vor allem der Rückgang staatlicher Hilfen den Markt. Hinzu kämen die hohen Benzinpreise seit dem Beginn des Iran-Krieges und die schwache Kaufkraft vieler Verbraucherinnen und Verbraucher.Die Entwicklung verlief dabei in zwei Stufen. Seit Jahresbeginn litt besonders die in China als „Neue Energieautos“ (NEV) bezeichnete Gruppe der E-Autos und Plug-in-Hybride unter den zurückgefahrenen Kaufanreizen. Seit Beginn des Krieges und mit den gestiegenen Kraftstoffpreisen verschob sich der Druck zu klassischen Verbrennern.Deutsche Autohersteller alarmiertFür Deutschlands Autohersteller, die traditionell viel Umsatz in China machen, sind die Entwicklungen alarmierend. „Der chinesische Automobilmarkt steht unter zunehmendem Druck“, erklärte VW. Der Konzern erwartet nicht, dass sich der Markt im Jahresverlauf erholt, und rechnet damit, dass der Gesamtmarkt für Neufahrzeuge in diesem Jahr auf unter 21 Millionen Fahrzeuge zurückgehen wird.