Mordfall Lyhanna: Obduktion belegt Vergewaltigung

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19.06.2026 06.43Online seit heute, 6.43 UhrIm Fall der mutmaßlich von einem Sexualstraftäter in Frankreich getöteten Elfjährigen Lyhanna hat eine Obduktion neue Erkenntnisse geliefert. Die Schülerin sei vergewaltigt worden, während die Todesursache jedoch unklar bleibe, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP gestern inoffiziell. Der Fall hatte in Frankreich juristische Kreise gezogen und für große Empörung und Protestdemos gesorgt.Die Leiche der elf Jahre alten Lyhanna war sechs Tage nach ihrem Verschwinden in einem Getreidesilo gefunden worden. Der mutmaßliche Täter Jerome B., in dessen Auto das Mädchen zuletzt gesehen wurde, war in der Vergangenheit mehrfach wegen Vergewaltigung Minderjähriger angezeigt worden. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft und verweigert die Aussage. Gegen den 41-jährigen liegen inzwischen vier Vergewaltigungsanzeigen vor.Die Tatsache, dass der Verdächtige im Sommer 2025 wegen Vergewaltigung eines Mädchens anzeigt und seitdem nie verhört worden war, hat in Frankreich große Entrüstung ausgelöst. Präsident Emmanuel Macron und mehrere Minister räumten gravierende Missstände im Justizsystem ein. Dessen ungeachtet ist Justizminister Gerald Darmanin bislang weiter im Amt.Die französische Regierung will wegen des Falls Lyhanna ein ohnehin geplantes Kinderschutzgesetz ergänzen. Vorgesehen sind etwa härtere Strafen für Serientäter und die Vorschrift, bei Missbrauchsverdacht innerhalb von drei Monaten Ermittlungen aufzunehmen.