Nochmal kleiner: Im übernächsten Jahr sollen Apples A-Series-Chips fürs iPhone erneut schrumpfen und zwar deutlich. Kleinere Chips stellen potenziell auch immer mehr Leistung in Aussicht. Lange Jahre war das Streben nach immer mehr Performance fast schon absurd, hatte Apple doch stets einen veritablen Vorsprung auf die Chips im Android-Lager. Mit dem Aufkommen vor allem auch lokal laufender KIs hat sich das allerdings geändert.Apple plant offenbar den nächsten großen Technologiesprung bei seinen Mobilprozessoren. Wie Bloomberg berichtet, sollen die Premium-iPhones des Jahres 2028 erstmals Chips auf Basis eines 1,4-Nanometer-Fertigungsverfahrens erhalten. Produziert werden die neuen Prozessoren voraussichtlich überwiegend vom langjährigen Apple-Partner TSMC.Aktuell setzt Apple bei den iPhone-17-Modellen auf Prozessoren, die im fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. Bereits die für 2026 erwarteten iPhone-18-Pro-Modelle sowie das erste faltbare iPhone sollen den Wechsel auf die nächste Generation der 2-Nanometer-Technologie vollziehen. Auch die für 2027 geplanten Geräte werden voraussichtlich noch auf dieser Fertigungsstufe basieren.Mehr Leistung oder mehr LaufzeitErst 2028 soll der nächste Schritt folgen. Die neuen A22-Pro-Chips sollen dann im 1,4-Nanometer-Verfahren hergestellt werden. Nach Angaben von TSMC verspricht die Technologie im Vergleich zu den aktuellen 2-Nanometer-Chips eine Leistungssteigerung von bis zu 15 Prozent. Alternativ kann bei gleicher Leistung der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent reduziert werden.Mit jeder Verkleinerung der Strukturbreite steigen allerdings die Produktionskosten und die technischen Anforderungen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach den modernsten Fertigungsverfahren hoch, insbesondere durch Hersteller von KI-Beschleunigern und Rechenzentrums-Hardware wie Nvidia. Dadurch werden die verfügbaren Produktionskapazitäten zunehmend knapp.Apple bekam die Auswirkungen zuletzt bereits zu spüren. Konzernchef Tim Cook erklärte bei der Vorlage der Geschäftszahlen, dass die Auslieferungen der iPhone-17-Modelle zeitweise durch eine begrenzte Verfügbarkeit der A19- und A19-Pro-Chips eingeschränkt worden seien.Um die Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern zu reduzieren, prüft Apple laut dem Bericht parallel eine Zusammenarbeit mit Intel. Anders als in der Vergangenheit würde Intel dabei keine eigenen Prozessoren entwickeln, sondern Chips nach Apple-Designs produzieren.Bisherigen Spekulationen zufolge könnte Intel zunächst Prozessoren für günstigere Geräte wie bestimmte iPad- oder Mac-Modelle fertigen. Intel arbeitet derzeit ebenfalls an einem eigenen 1,4-Nanometer-Verfahren mit der Bezeichnung „14A“, dessen Serienproduktion für 2028 geplant ist.Branchenkreise halten es daher für möglich, dass Intel künftig einen Teil der weniger leistungsstarken iPhone-Prozessoren übernimmt, während die besonders anspruchsvollen Pro-Chips weiterhin überwiegend bei TSMC gefertigt werden.Mit dem geplanten Wechsel auf 1,4-Nanometer-Chips würde Apple seine Position bei Leistung und Energieeffizienz weiter ausbauen und den technologischen Vorsprung seiner Premium-Geräte in den kommenden Jahren sichern.Der Beitrag Wichtig für KI: iPhone-Chips ab 2028 noch kleiner und schneller erschien zuerst auf Apfelpage.