13.05.2026 12.28Online seit heute, 12.28 UhrDie Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) schlägt nun ebenfalls wegen der niedrigen Grundwasserstände in vielen Regionen Alarm. Die Trinkwasserversorgung gerate zunehmend unter Druck, schrieb die Vereinigung heute und forderte „die rasche Umsetzung zentraler Punkte des Regierungsprogramms“.Insbesondere wurde das verpflichtende Register für Wasserentnahmen angesprochen, da sei man aktuell „im Blindflug unterwegs“. Entsprechende Forderungen gab es zuletzt auch aus den betroffenen Gemeinden vermehrt. Erinnert wurde zudem daran, dass der heurige April einer der trockensten seit Beginn der Messungen 1858 war.Derzeit seien Salzburg, Oberösterreich, Kärnten, Tirol und die Steiermark betroffen, niedrige Grundwasserpegel würden aber österreichweit zum Problem. Laut dem Wasserhaushaltsbericht 2026 des Umweltministeriums wiesen im April 70 Prozent der Messstellen in Österreich unterdurchschnittliche Grundwasserstände. Bereits die Jahre davor gab es vielerorts neue Tiefstwerte.Die Versorgung der Haushalte mit rund 130 Litern Trinkwasser pro Person und Tag müsse „unter allen Umständen gewährleistet werden“, wurde ÖVGW-Vizepräsident Nikolaus Sauer zitiert. Die ÖVGW fordert deshalb klare gesetzliche Rahmenbedingungen. „Im Fall einer temporären Wassermangelsituation muss die Trinkwasserversorgung jedenfalls Vorrang vor anderen Nutzungen haben“, so Sauer.Gefordert wurden weiters zusätzliche Investitionen in die bestehende Infrastruktur, wie der Ausbau von Rohrnetzen, Speicheranlagen und Verbindungsleitungen aber auch die Erschließung zusätzlicher Wasserspender wie Quellen und Brunnen. Die Naturschutzorganisation WWF unterstützte die Forderung nach einem Register für Wasserentnahmen, warnte in ihrer Aussendung aber vor einem zu starkem Fokus auf technische Lösungen, es gelte „Naturschutz und Wasserversorgung endlich gemeinsam zu denken.“