13.05.2026 22.54Online seit heute, 22.54 UhrInmitten einer Serie täglicher Hinrichtungen hat die iranische Justiz abermals Todesurteile nach Spionagevorwürfen vollstreckt. Ehsan Afraschteh, ein IT-Experte, sei heute in der Früh durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.Die iranische Justiz hatte ihm Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zur Last gelegt. Afraschteh wurde nach Informationen des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mit Sitz in den USA 2024 festgenommen, als er aus der Türkei zurück in seine Heimat reiste.Demzufolge verbrachte er die ersten Monate danach im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran zunächst in Isolationshaft. Der studierte Bauingenieur habe als IT-Experte unter anderem im Bereich Cybersicherheit gearbeitet, berichtete die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Norwegen.Geständnis in HaftIn der Türkei sei ihm bewusst geworden, dass ausländische Geheimdienste ihn ausnutzten, berichtete die Organisation unter Berufung auf Aussagen eines Mithäftlings.Afraschteh entschied sich dem Bericht der Aktivisten zufolge dennoch, in den Iran zurückzukehren, nachdem sein Vater den Kontakt mit iranischen Sicherheitsbehörden gesucht und die Situation erklärt hatte. Dort stellte er sich den iranischen Behörden. In der Haft sei er dann zu einem Geständnis gezwungen worden.Hinrichtung nach ProtestenEin weiterer Mann wurde im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Jänner hingerichtet. Wie die Nachrichtenagentur Misan meldete, wurde das Todesurteil gegen Mohammad Abbasi vollstreckt. Die iranische Justiz hatte ihm vorgeworfen, bei Unruhen im Jänner einen Polizeibeamten erstochen zu haben.