Hallo zusammen, ich brauche mal euren Ratschlag, weil ich gerade an meinem Gerechtigkeitsempfinden zweifle. Meine Eltern haben gestern die Katze aus dem Sack gelassen. Sie wollen ihr Haus (Wert ca. 550k) jetzt schon an meine jüngere Schwester überschreiben. Der Grund ist Sie studiert noch was Soziales, wird nie viel verdienen und braucht Sicherheit. Ich dagegen habe mich nach dem Studium in einem Konzern hochgearbeitet, verdiene sehr gut und habe mir mit meiner Frau zusammen letztes Jahr selbst eine Eigentumswohnung gekauft, natürlich mit dickem Kredit. Meine Eltern sagen jetzt: Du hast es ja geschafft, du brauchst das Erbe nicht. Deine Schwester würde ohne das Haus nie Wohneigentum besitzen können. Ich finde das absolut unfair! Nur weil ich fleißig war und Risiko eingegangen bin, werde ich jetzt beim Erbe quasi bestraft. Ich habe verlangt, dass meine Schwester mich zumindest mit einem Teilbetrag auszahlt (vielleicht 100k-150k über die nächsten Jahre), damit es nicht ganz so einseitig ist. Meine Eltern sind entsetzt und nennen mich geldgeierig und neidisch auf die eigene kleine Schwester. Seitdem ist Funkstille. Bin ich wirklich so ein schlechter Mensch, weil ich wenigstens einen Teil will, egal wer wie viel verdient? Oder ist Erbe dazu da, die „Schwachen“ in der Familie zu stützen?   submitted by   /u/BigTtoTheO   to   r/Ratschlag [link]   [comments]