14.05.2026 09.50Online seit heute, 9.50 UhrDie Niederschläge der vergangenen Tage konnten die Rekordtrockenheit im März und April bei Weitem nicht kompensieren, haben aber laut Landwirtschaftskammer-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger eine „absolut katastrophale Ernte" verhindert. Für die meisten Regionen und Betriebe hätten sie eine eine leichte Erholung, aber längst keine echte Entwarnung gebracht“, so Moosbrugger.Neben dem bereits niedrigen Grundwasserspiegel habe es trotz fortgeschrittener Vegetation noch zu einem relativ späten Zeitpunkt Spätfröste und trotz warmer Tagestemperaturen schon mehrere Frostnächte gegeben. „Es war bisher kein Klimajahr für schwache Nerven“, so der oberste Bauernvertreter.Bereits vorhandene Schäden und Wachstumsdepressionen, etwa bei Raps, Zuckerrüben, aber auch bei Getreide, können nicht mehr aufgeholt werden. Die Landwirtschaftskammer rechnet mit „einer unterdurchschnittlichen Ernte“. Die genaue Entwicklung hänge aber von der Witterung bis zum Sommer ab.Die Trockenheit hat vielen Wiesen in Österreich stark zugesetzt. Den Rinder- und Milchbauern fehlt dadurch Futter für ihre Tiere. „Im Grünland ist der Schaden bereits eingetreten, der erste Schnitt ist deutlich unterdurchschnittlich bis katastrophal“, sagte Landwirtschaftskammer-Generalsekretär Ferdinand Lembacher.Der erste Grünschnitt sei der wichtigste Schnitt für die Landwirtschaft. Nun hoffe man durch mehr Niederschläge auf einen besseren zweiten Schnitt. „Spürbare Schäden“ gebe es auch bei vielen Ackerfrüchten, unter anderem bei Getreide und Raps.