13.05.2026 10.26Online seit heute, 10.26 UhrDer Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek befasst sich auch heute mit den anfänglichen Ermittlungen nach dem Tod des ehemaligen Justizsektionschefs.Als Auskunftspersonen waren am Mittwoch die Leiterin der Staatsanwaltschaft Krems, Susanne Waidecker, und nach ihr die dortige fallführende Staatsanwältin geladen. Vor den Befragungen kritisierten mehrere Fraktionen mutmaßliche Untätigkeit bei den Ermittlungen.Weiterhin geht es vor allem um die Weitergabe des Handys von Pilnacek an dessen Witwe und ob dieses eigentlich als Beweismittel sichergestellt hätte werden müssen. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren gegen die betroffenen Beamten war von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wieder eingestellt worden.Mit Kritik an den Behörden ging es heute dann auch in die Befragungen. Grünen-Fraktionsführerin Nina Tomaselli fragte sich vor Beginn der Sitzung, inwieweit die Staatsanwaltschaft Krems überhaupt „Herrin des Verfahrens“ gewesen sei oder nur auf dem Papier.Jan Krainer von der SPÖ schlug in dieselbe Kerbe, die Behörde habe die Causa lediglich verwaltet, sagte er. Auch Michael Schilchegger von der FPÖ und NEOS-Fraktionsführerin Sophie Wotschke zweifelten an der Behördenarbeit.ÖVP-Fraktionsführer Andreas Hanger sah die Sache – ein weiteres Mal – völlig anders. Nach den vergangenen Befragungen habe er gar nicht den Eindruck, dass schlampig ermittelt worden sei, vielmehr ergebe sich „das gegenteilige Bild“.Lesen Sie mehr …