Mann im Iran nach Spionagevorwürfen hingerichtet

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13.05.2026 08.50Online seit heute, 8.50 UhrDie iranische Justiz hat heute abermals ein Todesurteil nach Spionagevorwürfen vollstreckt. Ehsan Afraschteh, ein IT-Experte, sei in der Früh durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.Ihm wurde Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zur Last gelegt. Afraschteh wurde nach Informationen des Menschenrechtsnetzwerks HRANA 2024 festgenommen, als er aus der Türkei zurück in seine Heimat reiste. Die ersten Monate danach verbrachte er im berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran in Isolationshaft.Der studierte Bauingenieur habe als IT-Experte unter anderem im Bereich Cybersicherheit gearbeitet, berichtete die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO). In der Türkei sei ihm bewusst geworden, dass ausländische Geheimdienste ihn ausnutzten, berichtete die Organisation unter Berufung auf Aussagen eines Mithäftlings.Afraschteh entschied sich dem Bericht der Aktivisten zufolge dennoch, in den Iran zurückzukehren, nachdem sein Vater den Kontakt mit iranischen Sicherheitsbehörden gesucht und die Situation erklärt hatte. Dort stellte er sich den iranischen Behörden. In der Haft sei er dann zu einem Geständnis gezwungen worden.Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben von IHRNGO im Iran mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr.