Industriell ins Hintertreffen geraten | El País - Spanien

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30. Juni 2026Volkswagen plant nach Medienberichten, in den kommenden Jahren 100.000 von weltweit aktuell 657.000 Stellen abzubauen. In Deutschland könnten dabei vier Werke des größten Autokonzerns Europas geschlossen werden. Auch andere Unternehmen wollen deutsche Arbeitsplätze abbauen. Europas Medien sorgen sich um Deutschlands Zukunft als Industriestandort und betreiben Ursachenforschung.Alle Zitate öffnen/schließen El País (ES) / 30. Juni 2026El PaísLand des MediumsSpanienSprache des MediumsSpanischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalAuflage92.000 (2020)Herausgeber/VerlagPrisaOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigIndustriell ins Hintertreffen geratenEl País sieht Deutschland abgehängt:„Der Abbau [bei Volkswagen] ist die Folge eines industriellen Wandels, den Deutschland verschlafen hat. … Für ein Exportland erweist sich die globale Welle des Protektionismus als verheerend. … Die Risiken konzentrieren sich auf Deutschland und die vier von der Schließung bedrohten Werke, eines davon im Gebiet der ehemaligen DDR, einer Hochburg der extremen Rechten. … Massive Investitionen in die Rüstungsindustrie und die Umrüstung einiger Autofabriken zu Waffenfabriken werden nicht ausreichen, doch die eigentliche Tragödie besteht darin, dass die Industrie, die das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg getragen hat, immer weniger wettbewerbsfähig wird und das Land gleichzeitig in den neuen industriellen Revolutionen ins Hintertreffen geraten ist.“  Zum Originalartikel La Tribune (FR) / 29. Juni 2026La TribuneLand des MediumsFrankreichSprache des MediumsFranzösischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalVisits5.000.000 – 10.000.000Herausgeber/VerlagLa Tribune NouvelleOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigEin Land spart sich kaputtDer Stellenabbau ist Folge der restriktiven Haushaltspolitik, analysiert Ökonom Michel Santi in La Tribune:„Die Schuldenbremse hat laufende Ausgaben und Zukunftsinvestitionen gleich behandelt. … Deutschlands Problem ist die Unfähigkeit, gleichzeitig aufgekommene Verpflichtungen zu hierarchisieren: reindustrialisieren, investieren, dekarbonisieren, das Land aufrüsten und seine Alterung finanzieren. Geld leihen, um Infrastruktur instand zu halten, die Energieproduktion zu finanzieren oder einen industriellen Wandel zu fördern, ist nicht das Gleiche wie Geld leihen, um staatliche Zahlungen beizubehalten oder Reformen zu verschieben. Die Fixierung auf die Schuldenhöhe hat die entscheidende Frage in den Hintergrund gedrängt: Was wird damit eigentlich finanziert?“Michel Santi  Zum Originalartikel Trud (BG) / 29. Juni 2026TrudLand des MediumsBulgarienSprache des MediumsBulgarischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungregierungsnahAuflage50.000 (2020)Visits1.000.000 - 5.000.000Herausgeber/VerlagTrud Media EOODOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiSchuld ist die EnergiewendeUmweltauflagen sind für Trud der Grund der deutschen Autokrise:„Volkswagen wird 100.000 Stellen abbauen, bei Bosch sind es 20.000 und Mercedes baut 40.000 Arbeitsplätze ab. Die Zahlen sind schockierend. Der offizielle Grund ist, dass ihr Marktanteil in China sinkt und die chinesische Konkurrenz sie an anderen Orten verdrängt. Aber machen wir uns nichts vor: Die Ursache für all das ist die katastrophale Umweltpolitik und die Energiewende. Diese hat die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie schlichtweg zerstört. ... Und hat man damit das Klimaproblem wenigstens gelöst? Eben nicht. Wie man sieht, wandern alle in Europa eingesparten Emissionen einfach nach China, wo sie sich verzehnfachen.“Viktor Blaskow  Zum Originalartikel Neue Zürcher Zeitung (CH) / 30. Juni 2026Neue Zürcher ZeitungLand des MediumsSchweizSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweiseMontag bis SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische Ausrichtungliberal-konservativAuflage88.000 (2023)Visits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/VerlagNeue Zürcher Zeitung AGOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigZölle sind nicht die LösungNicht nur in Deutschland leidet die Autoindustrie an Überkapazitäten, gibt die Neue Zürcher Zeitung zu bedenken:„Viele Autowerke weltweit sind mangelhaft ausgelastet. Aufgrund sinkender Geburtenraten und der wachsenden Verbreitung selbstfahrender Taxis dürfte die Nachfrage nach Autos auch künftig kaum mehr die früheren Niveaus erreichen. In der Autobranche wären dringend Zusammenschlüsse angezeigt. Strukturerhaltung, wie sie die EU und die USA mit Zöllen betreiben, ist kontraproduktiv. Sie macht spätere Einschnitte bei den Herstellern umso schmerzhafter.“Dominik Feldges  Zum Originalartikel Handelsblatt (DE) / 29. Juni 2026HandelsblattLand des MediumsDeutschlandSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisemehrmals wöchentlichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungwirtschaftsliberalAuflage148.943 (2022)Visits20.000.000 – 30.000.000Herausgeber/VerlagHandelsblatt GmbH / Handelsblatt Media Group GmbH & Co. KG / Dieter von Holtzbrinck Medien GmbHOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenpflichtigSchulterschluss zwischen Industrie und GewerkschaftenDas Handelsblatt veröffentlicht einen gemeinsamen Appell von BDI-Präsident Peter Leibinger, der IG-Metall-Vorsitzenden Christiane Benner und dem IGBCE-Vorsitzenden Michael Vassiliadis:„Unser Land steht vor der größten Herausforderung seit der Wiedervereinigung. ... Jetzt ist geschlossenes Handeln gefragt. ... Deutschland importiert Energie und Rohstoffe in erheblichem Umfang. Das lässt sich dauerhaft nur durch Exportüberschüsse finanzieren, die vor allem aus Industriegütern bestehen. ... Unsere Industrie muss zu Hause produzieren, damit Innovationskraft entsteht. Entwicklung und Fertigung an einem Standort verstärken sich gegenseitig. Das ist Teil des deutschen Erfolgsgeheimnisses. ... Industrieverbände und Industriegewerkschaften sind gemeinsam bereit für eine Agenda für ein zukunftsfähiges Deutschland – die Kosten senkt, auch die vom Staat verursachten, und Arbeitsvolumen und Produktivität erhöht.“Peter LeibingerChristiane BennerMichael Vassiliadis  Zum Originalartikel