30.06.2026 13.48Online seit heute, 13.48 UhrIm internationalen Warenaustausch hat Österreich 2025 mit einem großen Defizit von 7,1 Mrd. Euro bilanziert. Das ergaben heute erste Daten der Statistik Austria. Im Jahr davor war noch ein Überschuss von 2,2 Mrd. Euro erzielt worden.Der Wert der Warenexporte verringerte sich gegenüber 2024 um 0,7 Prozent auf 189,8 Mrd. Euro. Die Importe legten um 4,2 Prozent auf 196,9 Mrd. Euro zu.Das abgelaufene Jahr sei „von globalen Unsicherheiten im internationalen Handel geprägt“ gewesen, so Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. „Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem das gestiegene Handelsbilanzdefizit mit China infolge deutlich höherer Importe sowie der Rückgang des Handelsbilanzaktivums mit den USA aufgrund der um mehr als ein Fünftel gesunkenen Exporte“.Das größte Loch in die Handelsbilanz Österreichs riss China mit einem Passivum von 12,6 Mrd. Euro, gefolgt von Deutschland mit 7,2 Mrd. Euro. Am positivsten war die Bilanz mit den USA mit einem Überschuss von über fünf Mrd. Euro. Dahinter rangierten das Vereinigte Königreich mit 2,9 Mrd. Euro und Ungarn mit knapp 2,2 Mrd. Euro.Deutschland bleibt der mit Abstand wichtigste Handelspartner für die heimische Wirtschaft. Zwei Drittel des internationalen Warenaustausches Österreichs erfolgten innerhalb der EU.