Bundeskartellamt nimmt Apple und Amazon weiter ins Visier

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Das Bundeskartellamt sieht die Kontrolle großer Digitalkonzerne weiterhin als einen Schwerpunkt seiner Arbeit. Im jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2025/26 (PDF-Download) nennt die Behörde Verfahren gegen Amazon, Apple, Google, Temu und Vodafone als zentrale Themen der vergangenen Monate. Daneben rückt auch der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Wettbewerb und Marktmacht zunehmend in den Fokus.Für Nutzer von Apple-Geräten und Käufer auf Amazon sind vor allem zwei Verfahren von Bedeutung. So verweist das Bundeskartellamt auf den Abschluss seines Verfahrens gegen Amazons Preissteuerung auf dem Marketplace. Die Behörde hatte dem Unternehmen untersagt, Händlerpreise in der bisherigen Form zu beeinflussen. Nach Ansicht des Kartellamts könnte eine solche Praxis nicht nur den Wettbewerb zwischen Marketplace-Händlern einschränken, sondern auch Auswirkungen auf Preise außerhalb von Amazon haben. Gegen die Entscheidung hat Amazon Beschwerde eingelegt. Der Fall liegt inzwischen beim Bundesgerichtshof.Apple-Verfahren und KI als neue SchwerpunkteAuch Apple bleibt im Fokus der Wettbewerbshüter. Im Jahresbericht verweist das Bundeskartellamt auf das laufende Verfahren zum App Tracking Transparency Framework. Dabei untersucht die Behörde gemeinsam mit mehreren europäischen Wettbewerbsbehörden, ob Apples Datenschutzfunktion den Wettbewerb auf dem Markt für mobile Werbung unzulässig beeinflusst. Eine Entscheidung steht weiterhin aus.Zugleich gewinnt das Thema Künstliche Intelligenz an Bedeutung. Das Bundeskartellamt beobachtet nicht nur die wachsende Marktmacht großer Plattformbetreiber, sondern auch Kooperationen zwischen Unternehmen, die Daten für das Training von KI-Modellen bündeln.Nach Einschätzung der Behörde verändern KI-Dienste die Wettbewerbsbedingungen in vielen Märkten und könnten bestehende Machtverhältnisse weiter festigen. Im vergangenen Jahr hatte das Amt dazu bereits einen Expertenkreis mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft eingerichtet. Diskutiert wurden unter anderem die Rolle großer Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services, Microsoft und Google bei der Entwicklung moderner KI-Systeme.Weitere Verfahren gegen Temu und VodafoneNeben Apple und Amazon führt das Bundeskartellamt weitere Verfahren gegen große Unternehmen der Digitalwirtschaft. Genannt werden unter anderem die Handelsplattform Temu sowie Vodafone. Im Fall von Vodafone geht es um den Vorwurf, den Markteintritt von 1&1 als Netzbetreiber behindert zu haben.Der Jahresbericht zeigt damit, dass sich die Arbeit der Behörde zunehmend auf digitale Plattformen konzentriert. Das Bundeskartellamt kündigt zudem an, seine eigenen Ermittlungswerkzeuge weiter auszubauen und dabei verstärkt auch KI-gestützte Auswertungsverfahren einzusetzen.The post Bundeskartellamt nimmt Apple und Amazon weiter ins Visier first appeared on ifun.de.