Hochner-Preis für ORF-Journalistin Ertl

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30.06.2026 18.58Online seit heute, 18.58 UhrDer Robert-Hochner-Preis für hervorragende Berichterstattung im Radio- und Fernsehbereich ist heuer an ORF-Journalistin Constanze Ertl gegangen. Der Kurt-Vorhofer-Preis für herausragende politische Berichterstattung in Printmedien ging an „Falter“-Chefreporterin Nina Horaczek. Bundespräsident Alexander Van der Bellen verlieh die Preise heute in der Präsidentschaftskanzlei.Ertl erhielt die mit 7.500 Euro dotierte und von der Journalistengewerkschaft ausgeschriebene Auszeichnung für ihre „couragierte und beharrliche Recherche und aufklärerische Berichterstattung über den hochsensiblen Bereich der vernachlässigten und schweren Krankheit ME/CFS“.Die im Chronikressort des ORF beschäftigte Journalistin habe erfolgreich auf politische Versäumnisse aufmerksam und mit journalistischer Durchsetzungskraft ein gesellschaftspolitisches Tabuthema sichtbar gemacht.Der mit ebenfalls 7.500 Euro dotierte und von der Journalistengewerkschaft ausgeschriebene Kurt-Vorhofer-Preis ging an Horaczek, die in ihrer journalistischen Arbeit „in beispielhafter Weise soziale Verantwortung“ übernehme, so die Jury. Ihre Arbeit zeichne sich „durch thematische Breite und stilistische Brillanz aus und gibt all jenen eine Stimme, die in der politischen Debatte vielfach überhört werden“.Van der Bellen erinnerte zudem an den jüngst im Alter von 65 Jahren verstorbenen Journalisten Andreas Koller, der einst mit dem Vorhofer-Preis ausgezeichnet wurde und viele Jahre als Politikchef bei den „Salzburger Nachrichten“ tätig war. Er habe ihn und seine Arbeit sehr geschätzt.Die Festrede hielt die Politikwissenschaftlerin Barbara Prainsack von der Universität Wien. Sie erinnerte daran, dass freie und qualitativ hochwertige Medien kein „Nice-to-have“ in einer liberalen Demokratie seien. „Sie gehören zum institutionellen Kern“, sagte sie. Wahlen und ein intakter Rechtsstaat würden alleine nicht ausreichen. Journalismus habe daher auch eine besondere Verantwortung.