Bayer gliedert US-Glyphosatgeschäft aus

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02.07.2026 09.04Online seit heute, 9.04 UhrDer deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer lagert sein US-Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in ein eigenes Unternehmen mit Namen Ruveon aus.Ziel sei es, das Geschäft „optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten“, teilte Bayer in Leverkusen mit. Ruveon soll sich auf alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts konzentrieren, von Preisgestaltung bis zu Produktion und Logistik. Das Unternehmen habe seinen Sitz in St. Louis, Missouri, und bleibe Teil des Bayer-Konzerns.Bayer begründete den Schritt damit, dass Ruveon eigenständig agiler handeln und damit der spezifischen Wettbewerbsdynamik auf dem durch Nachahmerprodukte geprägten Markt besser begegnen könne. Die für das US-Glyphosatgeschäft zuständigen Produkt- und Vertriebsteams seien fortan Teil von Ruveon.Bayer sieht sich seit Jahren in den USA mit einer milliardenschweren Klagewelle wegen möglicher Krebsrisiken bei seinem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup konfrontiert.Der deutsche Konzern hat im Februar einen Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar (rund 6,4 Mrd. Euro) zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten geschlossen, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Die Anhörung bezüglich einer endgültigen Genehmigung soll im August stattfinden.In der vergangenen Woche hatte der Konzern einen wichtigen Erfolg vor dem obersten US-Gericht erzielt. Dem Urteil zufolge kann Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern geklagt werden. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden. Bayer stellt ein Krebsrisiko durch Roundup in Abrede.