01.07.2026 11.14Online seit heute, 11.14 UhrTrockenheit, Hitze und Dürre setzen der Landwirtschaft zu. Da Getreide mit den Gegebenheiten schlechter zurande komme als etwa Mais, sei „die Getreideanbaufläche nach derzeitigen Schätzungen gegenüber dem historischen Tiefststand 2025 weiter um 0,7 Prozent auf erstmals unter 0,5 Millionen Hektar gefallen“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger heute.Herausfordernd seien die Preis-Kosten-Schere, die EU-Politik und fehlende Wirkstoffe. Die Landwirtschaftskammer prognostiziert mit 2,7 Mio. Tonnen landesweit eine deutlich geringere Getreideerntemenge (ohne Mais) als im Vorjahr (minus 15 Prozent).Die Witterung beim Herbstanbau 2025 war wechselhaft, danach folgten teilweise sehr trockene Wintermonate. Mit der derzeit herrschenden extremen Hitze werden die Ernteerwartungen laut Kammer von Tag zu Tag geringer.Die Erzeugerpreise befänden sich auf einem niedrigen Niveau, während die Produktionskosten weiterhin hoch seien, „insbesondere für Dünger, Energie, Treibstoffe etc.“, so Moosbrugger. Für viele Betriebe werde es dadurch immer schwieriger, kostendeckend zu wirtschaften und notwendige Investitionen zu tätigen.Die Anbauplanung gestalte sich sehr schwierig. Die fünf wichtigsten Kulturen in Österreich seien aber weiterhin Mais (Körner- und Silomais), Weizen, Gerste, Sojabohnen und Triticale.Prozentual an Fläche wurden im Vergleich zum Vorjahr besonders stark Sonnenblumen (plus 19,7 Prozent), Roggen (plus 10,1), Ölkürbis (plus 9,5), Raps (plus 5,7 auf sehr niedrigem Niveau) und Wintergerste (plus 3,5) ausgeweitet.Am stärksten verloren hingegen Erdäpfel (minus 18,5 Prozent), hier vor allem Stärkeerdäpfel mit minus 50,5 Prozent, Körnererbsen (minus 21,2), Ackerbohnen (minus 12,2), Sommergerste (minus 12,1), Hafer (minus 9,3) und Zuckerrüben (minus 8,3).