01.07.2026 19.43Online seit heute, 19.43 UhrEine Woche nach dem verheerenden Doppelerdbeben in Venezuela hat Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez heute eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen. „Die Seele Venezuelas ist zerrissen durch die menschlichen Verluste, die diese verheerenden Erdbeben verursacht haben“, schrieb sie auf Telegram.Suche zunehmend schwierigerIn einem Wettlauf gegen die Zeit setzten Rettungsteams heute ihre Suche nach Überlebenden fort. Die Hoffnung, eine Woche nach dem Unglück mit fast 2.000 Toten Verschüttete noch lebend zu finden, schwindet. Vereinzelt gibt es aber noch Lichtblicke.Vor einer Woche hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis gestern wurden nach offiziellen Angaben mehr als 1.900 Todesopfer geborgen. Mehr als 10.500 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der UNO werden mehr als 50.000 Menschen vermisst. Wie Parlamentspräsident Jorge Rodriguez sagte, hielten sich etwa 30.000 von ihnen im Hafengebiet der Küstenstadt La Guaira auf, die am stärksten zerstört wurde.APA/AFP/Juan BarretoRodriguez sagte, dass fast 6.500 Menschen in La Guaira von Suchmannschaften aus den Trümmern gerettet worden seien. Er ging aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Überlebenden wahrscheinlich eher bei 20.000 liegt, weil sich zahlreiche Verschüttete aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn befreit hätten.Dreijähriger in Caracas geborgenFachleuten zufolge sind die ersten 72 Stunden nach einer Naturkatastrophe entscheidend, um noch Überlebende zu finden. Ganze sechs Tage nach dem Beben hatten jordanische Rettungskräfte gestern einen Dreijährigen lebend aus den Trümmern in Caracas geborgen. Der Bub habe Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz mit.