Apple Music baut sein Angebot für Fans elektronischer Musik weiter aus und setzt dabei zunehmend auf räumliches Audio. Während Dolby Atmos beziehungsweise 3D-Audio bislang vor allem bei Alben bekannter Künstler zum Einsatz kam, profitieren inzwischen auch mehrere DJ-Mixe von dem Format.Apple ist dazu übergegangen ausgewählte Clubnächte und Festivalauftritte so aufzubereiten, dass sich das Geschehen möglichst authentisch über kompatible Kopfhörer oder Lautsprecher erleben lassen soll – inklusive der feiernden Clubgäste.Das Spektrum reicht von vergleichsweise kleinen Stages wie dem Boiler Room bis hin zum Warehouse Project in Manchester und den großen Open-Air-Bühnen des Ushuaïa Ibiza. Anders als bei klassischen Live-Mitschnitten stehen dabei nicht nur Musik und Publikum im Vordergrund. Auch die räumliche Akustik des jeweiligen Veranstaltungsortes wird Teil der Mischung. Apple will Zuhörern den Eindruck vermitteln, selbst mitten auf der Tanzfläche zu stehen.Neu bei Apple Music: Konzertsuche, Setlists und SongtexteZu finden sind die so produzierten Inhalte auf Apple Music unter der Überschrift „DJ-Mixe in 3D-Audio“, die unter anderem sowohl beim Ushuaïa Ibiza als auch beim Warehouse Project angeboten wird.Shazam macht DJ-Mixe dauerhaft möglichHinter dem Angebot steckt mehr als eine neue Audiotechnik. Lange Zeit galten DJ-Mixe als problematisch für Streamingdienste, weil sie zahlreiche einzelne Musiktitel enthalten, deren Rechteinhaber zuverlässig identifiziert und vergütet werden müssen.Apple nutzt dafür die eigene Shazam-Technologie. Die Software erkennt einzelne Titel auch dann, wenn sie tief in einem Mix auftauchen oder gleichzeitig mit anderen Songs laufen. Dadurch lassen sich beteiligte Künstler, Labels und Rechteinhaber erfassen und entsprechend vergüten. Erst dieser technische Unterbau ermöglicht es, DJ-Mixe dauerhaft im Katalog anzubieten.Das Angebot ist inzwischen auf mehrere tausend Mixe angewachsen und wird kontinuierlich erweitert. Ergänzend entstehen neue Formate wie „Club Mix“ oder „Club Resident“, die Künstlern langfristig eine Plattform für exklusive Mixe bieten sollen. Parallel dazu startet mit „Club Live“ eine Reihe von Liveübertragungen aus Clubs und Festivals.Elektronische Musik erhält mehr RaumDie räumlichen Mixe sind Teil eines größeren Ausbaus des Electronic-Angebots bei Apple Music. Neben bekannten DJs und Produzenten gehören dazu auch das rund um die Uhr sendende Club Radio sowie Kooperationen mit Veranstaltern und Festivals, etwa der Auftritt von DJ Hell im Robert Johnson.Besonders nett kommt das Konzept dort an, wo der Veranstaltungsort selbst Teil des Mixes wird. Während klassische Stereoaufnahmen vor allem den eigentlichen Mix transportieren, vermittelt 3D-Audio zusätzlich den Eindruck des Raumes. Jubelnde Besucher, Echoeffekte und die Größe einer Halle oder eines Clubs werden bewusst in die Wiedergabe einbezogen. Mit kompatiblen AirPods oder anderen Dolby-Atmos-Systemen entsteht dadurch ein deutlich räumlicheres Klangbild als bei herkömmlichen Liveaufnahmen.The post Apple Music bringt Clubs und Festivals in 3D auf die AirPods first appeared on iphone-ticker.de.