EVP-Treffen: Stocker sieht Zeitpunkt für EU-Erweiterung

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30.06.2026 07.54Online seit heute, 7.54 UhrLaut Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) ist die Frage der EU-Erweiterung keine „Nebendebatte“, sondern betrifft Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und Glaubwürdigkeit der EU. Das sagte er mit Blick auf den Westbalkan gestern bei einer politischen Versammlung der Europäischen Volkspartei (EVP) in Wien.Der größte Fehler aktuell wäre es, „die Gegenwart angesichts aktueller Krisen und Herausforderungen nicht wahrnehmen zu wollen“, so der Bundeskanzler weiter. Die letzten Jahrzehnte des Friedens und Wohlstands seien ein „Geschenk“ gewesen. Das zeigten auch die Bestrebungen der EU-Beitrittsländer.Europa müsse nun sein Versprechen halten und die aktuell positive Dynamik nutzen. Die „Zukunft der Westbalkan-Staaten liegt in der EU“. Montenegro habe dabei die besten Chancen. Stocker sagte, er freue sich deshalb darauf, diese Woche über eine Abstimmung innerhalb der EVP die Aufnahme der montenegrinischen Partei PES als assoziiertes Mitglied der EVP zu beschließen.Stocker sprach sich erneut für eine graduelle Integration aus und schlug zudem vor, die Beitrittsländer auch institutionell schon früher einzubinden, z. B. innerhalb der europäischen Agenturen. Die EVP solle dabei politische Führung übernehmen unter dem Motto: „Nicht nur verwalten, sondern auch gestalten.“Auch Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP) sprach sich für einen raschen Beitritt Montenegros aus, denn das sei sowohl ein Signal innerhalb der EU als auch für die anderen Beitrittsländer.Sie forderte außerdem eine Gleichbehandlung von EU-Beitrittskandidaten im EU-Beitrittsprozess, insbesondere der Westbalkan-Staaten gegenüber der Ukraine und Moldau. Österreich unterstütze die beiden Staaten in der „Überwindung bilateraler Bedenken“.