Rüstungskonzern KNDS verschiebt Börsengang

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02.07.2026 06.36Online seit heute, 6.36 UhrErst vergangene Woche hatte die deutsche Bundesregierung den Einstieg beim Rüstungskonzern KNDS angekündigt – nun verschiebt das deutsch-französische Unternehmen seinen Börsengang.Angesichts der „Volatilität des europäischen Verteidigungssektors“ solle auf „günstigere Marktbedingungen“ gewartet werden, teilte der Hersteller des Kampfpanzers Leopard 2 gestern mit. Der Börsengang von KNDS in Paris und Frankfurt am Main sollte den Einstieg des Bundes bei dem Rüstungskonzern ermöglichen.Durch den Aufschub des Börsengangs verzögert sich dieser Schritt nun. Die Kosten für den Einstieg des deutschen Staats wurden laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ auf bis zu 7,2 Milliarden Euro geschätzt.KNDS stellt neben dem Kampfpanzer Leopard 2 auch den Schützenpanzer Puma, gepanzerte Boxer-Fahrzeuge und Artilleriesysteme wie die Panzerhaubitze 2000 her. Erst Anfang vergangener Woche hatten Deutschland und Frankreich die Einigung auf eine Beteiligung der Bundesregierung an dem Rüstungskonzern verkündet.Aktuell halten der französische Staat und die deutsche Eigentümerfamilie Wegmann jeweils 50 Prozent an KNDS. KNDS ist aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter hervorgegangen. Der Konzern hat insgesamt rund 11.000 Mitarbeiter. In Deutschland unterhält KNDS elf seiner weltweit 34 Standorte.